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Automatensprenger in Haft

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Kreis Gießen (vb). Ein 19-Jähriger aus Langgöns sitzt in Untersuchungshaft, weil ihm neun Sprengungen von Zigaretten-, Süßigkeiten-, Park- sowie Fahrschein-Automaten vorgeworfen werden.

Die Taten fanden zwischen 24. November und 2. Januar je zweimal in Linden und Langgöns sowie in Bad Nauheim, Rosbach vor der Höhe, Butzbach und Friedberg im Wetteraukreis statt. Dabei entstand nach Angaben von Oberstaatsanwalt Thomas Hauburger ein Schaden von 50 000 Euro. Rund 5000 Euro in Form von Geld und Zigaretten wurden erbeutet. Staatsanwaltschaft und Polizei halten zwei andere Männer für Komplizen. Diese waren ebenfalls festgenommen worden. Es hätten aber keine Haftgründe vorgelegen.

Laut Hauburger handelt es sich bei dem 19-Jährigen um einen deutschen Staatsbürger ohne Vorstrafen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung waren eine hohe zweistellige Anzahl von Zigarettenpackungen, Kleidung und sein BMW sichergestellt worden. Außerdem wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft der Führerschein beschlagnahmt.

Mit dem BMW soll sich der Mann nach der letzten Tat in Leihgestern eine spektakuläre Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert haben. Die Beamten wollten das verdächtige Fahrzeug am frühen Morgen des Sonntag, 2. Januar, kontrollieren. Der 19-Jährige sei grob verkehrswidrig gefahren und habe andere Verkehrsteilnehmer geschädigt und gefährdet, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei Bad Nauheim konnte er der Polizeistreife entkommen.

Die Polizei hatte eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Im Zuge der Ermittlungen gerieten der 19-Jährige und seine mutmaßlichen Komplizen in den Fokus. Am vergangenen Sonntag, 16. Januar, war das Trio verhaftet worden. Eine Haftrichterin erließ Haftbefehl gegen den 19-Jährigen.

Dass auch Kleidung sichergestellt wurde, hängt laut Hauburger mit Zeugenaussagen zusammen.

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