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Betretungsverbot nach Hepatitis-A-Fall

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Kreis Gießen (red). Das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen hat nach einem Fall von Hepatitis-A ein Betretungsverbot für über 100 Kinder sowie das Personal der Kindertagesstätte der Lebenshilfe in Watzenborn-Steinberg verhängt.

Bevor Kinder wieder betreut werden können, muss deren Impfstatus überprüft werden. Sofern kein Impfschutz besteht, sollten Eltern umgehend Kontakt mit ihrer Kinderarztpraxis aufnehmen und sich beraten lassen. In diesem Fall empfiehlt das Gesundheitsamt eine sogenannte Riegelungsimpfung - dies bedeutet, dass auch nach einer Ansteckung geimpft werden kann. Wenn dies rasch geschieht, lässt sich eine Erkrankung häufig verhindern. Kinderärzte können auch prüfen, ob eine Infektion erfolgt ist. Dies gilt vor allem dann, wenn Kinder in der letzten Zeit Symptome einer Magen-Darm-Infektion gezeigt haben. Das Gesundheitsamt informiert betroffene Eltern direkt mit einem Schreiben.

Hepatitis-A ist eine akute Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-A-Virus ausgelöst wird. Es ist eine meldepflichtige Erkrankung, die - vor allem bei Erwachsenen - schwer verlaufen kann. Das Virus wird von Infizierten über den Stuhl ausgeschieden. Symptome einer Erkrankung bei Erwachsenen sind vor allem Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit und Appetitverlust, Übelkeit (selten Erbrechen), gelegentlich erhöhte Temperatur und eventuell Schmerzen in der Leber-Gegend am rechten Rippenbogen. Die Symptome einer Hepatitis-A hängen stark vom Alter der Infizierten ab. Bei Kindern verläuft die Infektion meistens mild oder ganz ohne Krankheitszeichen. Die Ansteckung bleibt dann unbemerkt. Kinderärzte können sie nachweisen.

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