Beuern, Oppenrod und Trohe sollen ins Förderprogramm

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BUSECK - (ebp). In Großen-Buseck läuft derzeit der "Stadtumbau" mit Fördergeldern von Land und Bund. Nun sollen auch für Beuern, Oppenrod und Trohe Fördergelder beantragt werden, und zwar über das Dorfentwicklungsprogramm des Landes. Das hat die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Vorausgegangen war ein Antrag der CDU-Fraktion, der ursprünglich lediglich auf Beuern und Oppenrod abzielte.

Die kleineren Ortsteile sollten nicht das Gefühl haben, gegenüber der Kerngemeinde abgehängt zu werden, begründete der Fraktionsvorsitzende Frank Müller den Antrag im Bauausschuss. Die Beschränkung auf zwei Ortsteile habe man getroffen, um die Chancen zu erhöhen, in das Förderprogramm aufgenommen zu werden.

Bürgermeister Dirk Haas (SPD) gab zu bedenken, dass "Trohe sicher am kürzesten gekommen ist, was Fördergelder angeht". Während beispielsweise Beuern einen Allwetterplatz bekomme und die Gemeinde in die "Alte Sparkasse" investiert habe, fehle im kleinsten der fünf Busecker Ortsteile "einiges an Innenentwicklung. Trohe hat es verdient, aufgenommen zu werden". Das Vorhaben sei jedoch "ambitioniert". Um es umzusetzen, müsse man über eine Anpassung des Stellenplans in der Bauabteilung nachdenken. SPD-Fraktionsvorsitzender Willy Jost gab zu bedenken, dass die Förderung in Großen-Buseck auch Gelder für die übrigen Ortsteile freimache.

Während Trohe in den Antrag für die Gemeindevertretersitzung aufgenommen wurde, blieb Alten-Buseck ausgenommen. "Sie sagen, Sie wollen keinen Ortsteil abhängen. Dann sollten wir auch Alten-Buseck ergänzen", sagte die stellvertretende Ortsvorsteherin Cornelia Steller-Nass (SPD) und stellte einen entsprechenden Ergänzungsantrag. Es gebe viele Grundpfeiler im Ort, die man für das Förderprogramm nutzen könne.

Alexander Zippel, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, wies darauf hin, dass sich die Kommunen verpflichten, während der Teilnahme am Dorfentwicklungsprogramm keine konkurrierenden Baugebiete auszuweisen. "Die Tür für Neubaugebiete in Alten-Buseck wäre dann zu. Ich würde mich dagegen aussprechen." In Oppenrod entstehe mit "Rahberg II" gerade ein neues Gebiet, in Beuern sei es nicht dringend notwendig.

"Vier Ortsteile sind nicht realistisch umsetzbar. Wir sollten den Antrag nicht überfrachten", mahnte Müller. Der Ergänzungsantrag wurde schließlich mehrheitlich abgelehnt, SPD und Grüne stimmten dafür. Der Hauptantrag wurde bei einer Neinstimme (SPD) angenommen. Der Gemeindevorstand soll, unter Beteiligung der Ortsbeiräte, bis zum 30. Mai entsprechende Anträge zur Aufnahme in das Förderprogramm stellen.

Das Förderprogramm berücksichtigt nur Ortsteile mit bis zu 6000 Einwohnern. Gefördert werden Maßnahmen zu Dorfentwicklungsplanungen und Dienstleistungen, die lokale Basisinfrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge, die Umnutzung, Sanierung und der Neubau im Ortskern, Maßnahmen zu Freiflächen und dem Ortsbild sowie ein städtebaulich verträglicher Rückbau.

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