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Bis in die späten Abendstunden registriert

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Kreis Gießen (red/vb). »Allein zeitlich war es eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Die eingesetzten Teams des Fachdienstes Migration, der Ausländerbehörde sowie der Kreiskasse arbeiteten unter Hochdruck bis in die späten Abendstunden.« So hat Kreis-Pressesprecher Dirk Wingender auf Anfrage zusammengefasst, wie am Donnerstag die Unterbringung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ablief.

Dass die Gruppen aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Alsfeld - rund 170 Personen - erst am späten Nachmittag bis in den frühen Abend hinein in Gießen ankamen, sei unerwartet gewesen. Aufgrund der späten Ankunft konnten die Menschen auch erst im Verlauf des späteren Abends in ihre Unterkünfte in den Kommunen gebracht werden. Die meisten haben Quartier in größeren Einrichtungen wie Hotels, Gästehäusern oder dem Paul-Schneider-Heim in Langgöns gefunden. »Viele wirkten zu der späten Tageszeit erschöpft und wurden von den Mitarbeitern der Kreisverwaltung während der Wartezeit mit Getränken versorgt«, erklärte der Pressesprecher.

Sicherheitshalber wurden die Flüchtlinge gleich nach Ankunft von Teams des DRK auf Corona-Infektionen getestet. Dabei seien einzelne positive Personen ermittelt worden, die unter entsprechenden Schutzvorkehrungen gesondert in Quartiere gebracht wurden, wo sie die Isolation verbringen können.

Wegen der fortgeschrittenen Zeit seien am späten Donnerstagabend nicht mehr alle Menschen registriert worden. Deshalb wurde dieser Prozess am Freitag fortgesetzt. »Hinzu kommen weitere Menschen aus der Ukraine, die unabhängig von der Zuweisung die Verwaltung aufsuchen - dies sind derzeit weitere rund 100 täglich - und Menschen aus anderen Herkunftsländern, die uns zugewiesen werden«, schilderte Wingender. In alle Prozesse waren Dolmetscher eingebunden. Nur wenige der Flüchtlinge hätten Englisch oder Deutsch gesprochen.

Der große Andrang bringt Wartezeiten auf die Dienstleistungen mit sich, zumal auch Beschäftigte anderer Bereiche der Kreisverwaltung den Fachdienst Migration und die Ausländerbehörde unterstützen. Der Pressesprecher erinnert deshalb an die Möglichkeit zur Online-Aufenthaltsanzeige für ukrainische Geflüchtete vorab, die später das Verfahren der Ausländerbehörde beschleunigt. Infos findet man auf der Startseite von lkgi.de.

Kreis wünscht sich bei Ankunft mehr Planungssicherheit

Für die kommenden Zuweisungstage soll vor allem versucht werden, in Abstimmung mit den Regierungspräsidien Darmstadt und Gießen zu mehr Planungssicherheit für die Ankunft der Menschen zu kommen.

»Vor allem geht es darum, die ohnehin belasteten Menschen möglichst rasch in Unterkünfte zu bringen, wo sie mittelfristig bleiben und sich ausruhen können«, erläuterte Wingender. Zum anderen hängen auch alle weiteren Prozesse der Registrierung und Verteilung in die Kommunen davon ab.

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