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Bitte: Keine weiteren Wohnraumbörsen starten

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Kreis Gießen (red). Der Landkreis Gießen bereitet weiterhin die Aufnahme geflüchteter Menschen aus der Ukraine vor. Mittlerweile seien so viele Rückmeldungen auf den Aufruf zur Wohnraumbörse eingegangen, dass theoretisch Platz für 1500 Menschen besteht. »Es ist allerdings nötig, alle Angebote zunächst zu sortieren und zu prüfen und dann mit dem tatsächlichen Bedarf zusammenzuführen«, erklärt Sozialdezernent Hans-Peter Stock (Freie Wähler) in einer Pressemitteilung.

Dabei appelliert der Landkreis an Kommunen und Initiativen, von zusätzlichen Angeboten zur Wohnraumvermittlung abzusehen und auf die zentrale Wohnraumbörse des Landkreises zu verweisen. »Die große Hilfsbereitschaft ist ein tolles Zeichen - doppelte Strukturen können hier aber auch zu doppelten Meldungen von Anbietern führen und hinterher Probleme bei der Belegung verursachen«, erklärt Stock.

Wer Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen möchte, kann Angebote weiterhin an den Fachdienst Migration mit der E-Mail-Adresse gemeinschaftsunterkuenfte @lkgi.de schicken.

Wie viele Menschen aus der Ukraine auf regulärem Weg vom Land dem Landkreis Gießen zugewiesen und untergebracht werden müssen, ist noch offen. In den vergangenen Tagen suchten jeweils rund 30 ukrainische Staatsangehörige die Ausländerbehörde auf, die meist auf private Initiative in den Landkreis gekommen waren.

»Um den Aufenthalt zu verlängern als auch um Leistungen und Krankenversicherungsschutz nutzen zu können, ist eine Registrierung über die Ausländerbehörde notwendig«, erläutert Landrätin Anita Schneider (SPD). »Hierfür erweitern wir derzeit die Kapazitäten der Kreisverwaltung am Riversplatz räumlich und personell.«

Um das Vorgehen zu vereinfachen und zu beschleunigen, hat die Ausländerbehörde unter www.lkgi.de die Möglichkeit zur Aufenthaltsanzeige und Kontaktaufnahme für ukrainische Geflüchtete eingerichtet (Beitrag »Informationen zur Aufnahme von Menschen aus der Ukraine«). Diese Möglichkeit zur Online-Meldung steht zur Verfügung für alle Geflüchteten aus der Ukraine, die im Landkreis Gießen Unterkunft finden. Ausgenommen ist die Stadt Gießen, die das Vorgehen über ihre Ausländerbehörde selbst regelt. Das Online-Verfahren wird in Kürze auch in ukrainischer Sprache zur Verfügung stehen.

Zur Orientierung sowohl für Unterstützer vor Ort als auch für alle Kriegsflüchtlinge stellt der Landkreis auf www.lkgi.de weitere Informationen bereit.

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