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Bronze, Silber und Gold

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Groß war der Jubel bei der Nieder-Bessinger Wehr, die das Medaillen-Triple feierte. Foto: Wißner © Wißner

Die Feuerwehr Nieder-Bessingen holt sich den Deutschen Meisterschten in Mühlhausen den Titel sowie einen zweitem und dritten Platz.

Kreis Gießen (twi). Deutscher Meister wurden die Feuerwehr-Frauen aus Nieder-Bessingen bei den im thüringischen Mühlhausen bei den über Pfingsten ausgetragenen Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften mit Qualifikation für »Feuerwehr-Olympiade«. Damit konnte die Mannschaft mit Laura Weber, Laura Volk, Carina Vekens, Tatjana Bechthold, Ronja Vidakovic, Kathrin Bechthold, Vanessa Grün, Nicole Pein Lena Moos, Anna Bausch und Emilia Keil unter Trainer Hartmut Schäfer ihren Titel von 2016 erfolgreich verteidigen.

Doch dies war nicht der einzige Titel den die Wettkampf-Brandschützer aus Nieder-Bessingen errangen, denn auch die Männer gewannen eine Silbermedaille im Kuppelcup, wurden Deutscher-Vizemeister und komplettiert wurde der größte Erfolg in der nunmehr 125-jährigen Vereinsgeschichte der Nieder-Bessinger Wehr mit dem dritten Platz der Männermannschaft im traditionellen internationalen Wettbewerb, so dass erneut Damen und Herren sich für die Feuerwehr-Olympiade qualifizierten. Bronze, Silber und Gold für Nieder-Bessingen, so etwas gab es auf Bundesebene noch nie und das Medaillen-Triple sorgte dafür, dass keiner der Wettkämpfer mit leeren Händen die Heimreise in den Licher Stadtteil antreten musste.

Erfolg wird am 26. Juni nachgefeiert

Dort gab es auch keinen großen Empfang bei der Rückkehr am Pfingstmontag, verlief alles ziemlich ruhig und den erfolgreichen Teilnehmern waren die Wettkampfstrapazen noch anzusehen. So richtig groß gefeiert werden kann der größte Wettkampf-Erfolg dann Ende des Monats am 26. Juni, wenn die Freiwillige Feuerwehr Nieder-Bessingen anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums Ausrichter des Kreisfeuerwehrtags mit großem Fest und Umzug ist. Beim Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerb (TIF) werden auf dem Wettbewerbsplatz des Stadions rasend schnell Schläuche für den Löschangriff auf Zeit verlegt. Auf der Tartanbahn absolvieren die Feuerwehrmänner und -frauen den 400 Meter Staffellauf. Bei diesem müssen die acht Mitglieder jeweils 50 Meter zurücklegen und Hindernisse wie eine Eskaladierwand überwinden und eine acht Meter lange Röhre durchqueren. Als Staffelholz fungiert hierbei ein Strahlrohr.

Und hier holten die Damen erneut Gold, konnten ihren Sieg von 2016 wiederholen, auf den sie jedoch zwei Jahre länger hatten warten müssen, denn aufgrund von Corona war der alle vier Jahre stattfindende Wettbewerb von 2020 zunächst auf 2021 und dann auf 2022 verlegt worden.

Die Bronzemedaille holte die Mannschaft mit Steffen Müller, Marc Bausch, Simon Schmadel, Sebastian Grün, Robin Krieger, Thomas Krause, Markus Pompalla Thorsten Velkens, Michael Pein und Frederik Tuczek beim Traditionellen Internationen Feuerwehrwettbewerb, wobei hier Möllenbeck und Renningen besser als Nieder-Bessingen waren. Mit der Bronzemedaille verbunden war hier auch die Qualifikation zur Feuerwehr-Olympiade.

Als ausgekoppelter Teil des Löschangriffs findet der Kuppelcup statt, bei dem die »Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer« durchgeführt wird. Hier gibt es jedoch keine weiterführende Qualifikationsmöglichkeit. Hier mussten sich Martin Schäfer, Sven Meyer, Frederik Tuczek, Steffen Müller, Jan Palmer und Jörg Harbach nach erfolgreicher Vorrunde und siegreichem Halbfinale im Finale dem Team aus Hamburg Moorwerder in allen Belangen geschlagen geben.

»Der Neustart ist gelungen«

Doch mit der Silbermedaille wurde erstmalig das Medaillen-Triple errungen. »Der Neustart ist gelungen«, unterstrich der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Karl-Heinz Banse bei der Abschlussfeier mit Siegerehrung mitten in der historischen Reichsstadt.»Nun blicken wir erwartungsvoll auf die Feuerwehr-Olympiade im slowenischen Celje vom 17. bis 24. Juli, bei der sich unsere deutschen Teams auf internationaler Ebene behaupten müssen«, blickte Banse voraus und darauf dürfen sich nun die Frauen aus Nieder-Bessingen freuen.

Insgesamt kämpften mehr als 1300 Feuerwehrangehörige nicht nur um die nationalen Titel, sondern auch um die Tickets zur »Feuerwehr-Olympiade« des Weltfeuerwehrverbandes CTIF. Es gab spannende Wettkämpfe, beeindruckende Leistungen und großartige Stunden des gemeinsamen Feierns. DFV-Bundeswettbewerbsleiter Klaus-Georg Franke zeigte sich optimistisch: »Sobald es die Pandemie erlaubte, haben viele Gruppen das Training wiederaufgenommen. Vor allem einzelne Disziplinen wie der Kuppelcup oder der Löschangriff nass haben großen Zulauf.«

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