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Bundespreis für StattBücherei aus Linden

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Von: Thomas Wißner

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Parlamentarischer Staatssekretär Bartol (r.) und Bundestagsabgeordneter Döring (l.) gratulierten Brigitte Geist, Jan Balke, Ida Weigand und Bärbel Weigand (v.l.). Foto: Wißner © Wißner

Das Lindener Projekt hat beim Wettbewerb »Menschen und Erfolge 2022 einen Anerkennungspreis erhalten.

Linden (twi). Sören Bartol (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, hat in seiner Eigenschaft als Jury-Vorsitzender des Wettbewerbs »Menschen und Erfolge 2022« der StattBücherei in Großen-Linden gratuliert. Diese hatte beim Wettbewerb einen mit 3000 Euro dotierten Anerkennungspreis erhalten.

Bärbel Weigand nahm den Preis gemeinsam mit Tochter Ida, Jan Balke und Brigitte Geist im Beisein des SPD-Bundestagsabgeordneten Felix Döring in Empfang. Sie habe eher zufällig den Wettbewerb entdeckt und sich beworben, schilderte Bärbel Weigand. Mit einem Anerkennungspreis hätte sie nie gerechnet. »Es ist eine tolle Arbeit«, lobte Bartol die StattBücherei, die zu 100 Prozent ehrenamtlich betrieben wird und zu 100 Prozent auf Spenden angewiesen ist. Dort kann man Bücher aus Altbeständen ohne Gebühren ausleihen. »Egal, ob Bücherspenden, neue Ideen oder finanzielle Zuwendungen: Jeder kann helfen, die StattBücherei zu erhalten und weiter wachsen zu lassen«, erklärte das Team.

Unter dem Motto »Neu füreinander in der Mitte« wurden bei dem Wettbewerb Menschen gesucht, die sich mit ihren Projekten in den Themenfeldern Begegnen, Versorgen oder Wohnen erfolgreich für ein neues Füreinander in ländlichen Räumen einsetzen. »Neues wagen und experimentieren« gehörte dabei zu jenen Kriterien, die der Auszeichnung zugrunde lagen. Kriterien für die Jury bei der Preisvergabe waren: Engagement, Beitrag zum Gemeinschaftsleben, Kreativität und Innovation, Klimaschutz und Baukultur. Unter den 18 ausgezeichneten Projekten ist die StattBücherei das einzige aus Hessen.

Lindens Bürgermeister Jörg König (CDU) erinnerte daran, dass die StattBücherei 2021 mit dem Ehrenamtspreis der Stadt ausgezeichnet worden war. Die Stadt hatte das heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude gekauft, um der StattBücherei eine Perspektive zu bieten. Investitionsmaßnahmen seien seitdem mit 80 000 Euro bezuschusst worden. Die beiden stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher Dr. Christof Schütz (Grüne) und Gudrun Lang (SPD) gratulierten ebenfalls zum Erfolg. Die Ehrung fand vor Ort statt, weil Vertreter der StattBücherei aus Krankheitsgründen nicht im November an der Preisverleihung in Berlin hatten teilnehmen können.

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