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Bürgermeisterin Patricia Ortmann und in Vertretung von Hans-Peter Ziemek dessen Mitarbeiterinnen Laura Jung und Viktoria Köditz sowie die Umweltbeauftragte Heidi Steiger (v.l.) dankten Markus Schmidt (2.v.l.) und Hartmut Rücker (3.v.l.) für ihren Einsatz.

Feuersalamanderschutz

Dank an Schrankenwärter

Hartmut Rücker und Markus Schmidt haben sich im Bieberer Bornweg für den Schutz der Feuersalamander engagiert.

Biebertal (whk). »Es braucht Menschen, um das Feuersalamander-Projekt im Bornweg zu realisieren und zu betreuen, Menschen, die die Schranken öffnen und schließen«, so Bürgermeisterin Patricia Ortmann während eines kleinen »Dank-Termins« an der Schranke am alten Wasserhäuschen im Bornweg. Hartmut Rücker hatte von März bis in den Herbst zusammen mit seinem Vertreter Markus Schmidt vom Nabu Rodheim-Bieber jeweils die Schranken zum Schutz der Feuersalamander-Population im Bereich des Bornweges von der Sudetenstraße bis zum Abzweig Wasserhäuschen besorgt. Dafür dankten den beiden die Mitarbeiterinnen von Prof. Hans-Peter Ziemek vom Institut für Biodidaktik der JLU Gießen, Laura Jung und Viktoria Köditz sowie Bürgermeisterin Patricia Ortmann und überreichten ein Präsent. Harmut Rücker wies darauf hin, dass in der Umgebung des Bornweges - zwischen Rodheim und Bieber - eine Gruppe von mehreren hundert Feuersalamandern lebt. Wenn die Temperaturen über zehn Grad Celsius steigen, gehen sie in der Dämmerung wieder auf Nahrungssuche. Dann nutzen die Salamander auch die von der Sonne aufgewärmte Asphaltfläche des Fußgänger- und Fahrradweges für die Jagd nach Regenwürmern, Schnecken und Insekten. Wenn sich beispielsweise ein Fahrrad nähert, bleiben sie ruhig sitzen und vertrauen auf ihre gelbe Warnfarbe. Das wird aber dann regelmäßig einigen Tieren zum Verhängnis. Um dies zu verhindern, versucht die Kommune in Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Nabu-Ortsgruppe Rodheim-Bieber dies durch die Schließung der beiden Schranken an regnerischen Abenden zu verhindern. Sie wurden dann am nächsten Morgen wieder geöffnet. Als Umleitung diente dabei der Radweg entlang der Kreisstraße von Bieber nach Rodheim. Die Feuersalamander suchen den Bornweg auch zur Jagd und zur Paarung auf. Monitoring-Studien der JLU wurden durchgeführt. Seit einigen Jahren laufen Untersuchungen der Biebertaler Salamander durch die Arbeitsgruppe des Instituts für Biologie-Didaktik. »Manchem Zeitgenossen fehlt allerdings die Einsicht für die Schrankenschließung. Da muss dann Informations- und Überzeugungsarbeit geleistet werden«, so Rücker.

Die Umweltbeauftragte der Gemeinde Biebertal, Heidi Steiger, zeigte sich zufrieden mit dem Erfolg der Schrankenschließung.

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