1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Kreis Gießen

Dennis Pucher weiterhin FDP-Spitze

Erstellt: Aktualisiert:

gikrei_2507_dge_FDP-Puch_4c
Dennis Pucher © Thomas Wißner

Kreis Gießen (twi). Dennis Pucher steht weiterhin an der Spitze des FDP-Kreisverbandes Gießen. Bei seiner mittlerweile dritten Wiederwahl erhielt der Licher bei der Mitgliederversammlung im Kulturzentrum in Großen-Buseck in geheimer Wahl mit 43 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und einer Enthaltung mit 98,1 Prozent exakt das gleiche Ergebnis wie zwei Jahre zuvor.

Veränderungen gab es bei der Besetzung der drei Stellvertreter, nachdem sich hier Christine Schneider (Lollar) und Dr. Klaus Dieter Greilich (Kleinlinden) nicht mehr zur Wiederwahl stellten. Bestätigt als Stellvertreter wurde Dominik Erb (Gießen).

Neu als Stellvertreter gewählt wurden Kreistagsabgeordneter Konstantin Heck (Treis/Lda.) und die Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen, Vanessa Rücker (Lich). Auch Schatzmeister Hartmut Grahl (Lich) stellte sein Amt zur Verfügung. Ihm folgt als neue Schatzmeisterin Jana Nathalie Burg (Lich). Komplettiert wird der neue Kreisvorstand durch die Beisitzer Birgit Effler (Treis/Lda), Brunhilde Trenz (Allendorf/Lda), Jan-Lukas Gescher, Felix Kibellus, Manuela Giorgis (alle Gießen), Prof. Dr. Klaus Doll, Dr. Sven Mehlhorn (beide Lich), Henning Leiser (Grünberg), Christine Schneider, Kornelia Kärcher (beide Lollar) und Wolfgang Mersmann (Laubach) sowie die neue Europabeauftragte, Leonie Schikora (Gießen).

Aus dem Vorstand ausgeschieden sind nach zwölf Jahren Christian Krauss (Gießen), Felix Koob (Biebertal) und Florian Uhl (Lich). In seinem den Neuwahlen vorausgegangenen Rechenschaftsbericht konnte Pucher Erfreuliches vermelden, Kommunal- und Bundestagswahl seien rundum gute Wahlen für die FDP gewesen. »Wir stellen so viele kommunale Mandatsträger, wie seit Langem nicht mehr. Wir sind in etlichen Kommunen Teil von Koalitionen und gestalten unsere Heimat aktiv mit«, blickte Pucher auf die Kommunalwahl zurück und hatte dazu auch Zahlen parat.

Waren es bei der jüngsten Legislaturperiode 2016 bis 2021 insgesamt 47 Mandatsträger, so liegt die Zahl aktuell in der Legislaturperiode 2021 bis 2026 bei 51. Darüber hinaus habe man eines der besten Bundestagswahlergebnisse erringen können. »Und das alles war nur möglich, weil wir alle gemeinsam an einem Strang gezogen haben, weil wir gute Inhalte haben, weil wir personell gut aufgestellt waren und weil wir uns gut organisiert haben. Wir blicken auf zwei gute Jahre zurück. Wir haben die beiden Königsdisziplinen des Wahlkampfs, die Kommunalwahl und die Bundestagswahl, gemeinsam hervorragend gestemmt. Wir haben bei der Landratswahl die spätere Wahlsiegerin Anita Schneider unterstützt, sind rund 30 Prozent gewachsen und haben weiter Rücklagen gebildet. Das Sahnehäubchen wäre sicherlich ein Bundestagsmandat gewesen, aber immerhin ist die erste Nachrückerposition im ersten Anlauf ein Ergebnis auf das Ihr und ich stolz sein können«, ging Pucher auch auf sein Abschneiden bei der Bundestagswahl ein, bei der er erstmals als Nachfolger von Hermann Otto Solms im Wahlkreis antrat.

Einen Wermutstropfen bei der Mitgliederentwicklung verschwieg er nicht: »Es könnten mehr Frauen sein«. In Pandemie-Zeiten sei sicherlich der enge Austausch im Kreisvorstand etwas auf der Strecke geblieben.

»Die neue Situation rund um Corona, die Wahlkämpfe und der normale Beruf haben uns da alle über die Grenzen gefordert. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir alle das alles im Ehrenamt machen«. In der laufenden Legislaturperiode gelte es wieder daran anzuknüpfen, »wo wir zuvor aufgehört haben. Zurück in den Normalmodus«.

Deshalb sollten auch wieder Klausurtagungen stattfinden und ein Sitzungskalender erstellt werden. »Alles Dinge, die unter Corona nicht möglich waren. Und gerade die wahlkampflose Zeit bietet hervorragend Gelegenheit, sich auch mal wieder vertieft mit den Themen des Kreises auseinanderzusetzen.« Für den Kreisverband lasse sich aber im Fazit feststellen: »Es bleibt viel zu tun. Wir sind weiter auf einem guten Weg. Aber leichter wird es deswegen nicht. Nach der Wahl ist vor der Wahl, und die Landtagswahl im Jahr 2023 wirft bereits ihre Schatten voraus«.

Sein besonderer Dank galt den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern. Schatzmeister Hartmut Grahl konnte in seinem letzten Bericht, der Corona geschuldet gleich zwei Jahre umfasste, dem Kreisverband für 2021 ein »außerordentlich hohes Spendenaufkommen« vermelden.

Auf die Arbeit im Landesvorstand ging Jana Nathalie Burg (Lich) ein, sie berichtete über die wenige Tage zuvor getroffene Entscheidung mit Dr. Stefan Naas als Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl im Herbst 2023 anzutreten. Aus der Kreistagsfraktion berichtete Harald Scherer.

Abschließend sprach Dennis Pucher die Bundespolitik »und die elementar wichtige Rolle« der FDP in der Regierung an. Foto: Wißner

Auch interessant