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»Digital, aber real« überzeugt

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Nicht nur der Sieger »Feuerwehr der Zukunft 2021«, auch die Gewinner des Kinderfeuerwehrmalwettbewerbs hatten allen Grund zur Freude. © Wißner

Jugendfeuerwehr Seenbachtal wurde als »Feuerwehr der Zukunft 2021« ausgezeichnet und darf sich über ein Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro freuen.

Kreis Gießen (twi). Große Freude und strahlende Gesichter bei Jugendwart Carl Bonarius (Weickartshain) sowie dem stellvertretenden Wehrführer und Jugendgruppenleiter Holger Liehr (Stockhausen), als diese aus den Händen von Landrätin Anita Schneider und dem Unternehmenssprecher der Stadtwerke Gießen, Ulli Boos, die Auszeichnung »Feuerwehr der Zukunft 2021« und damit verbunden ein Preisgeld von 1500 Euro für die Jugendfeuerwehr Seenbachtal in Empfang nehmen konnten.

Anlässlich einer kleinen Feierstunde erfolgte nun die Preisverleihung des vom Kreisfeuerwehrverband Gießen gemeinsam mit den Stadtwerken Gießen seit 2011 veranstaltenden Innovationswettbewerb. Gleich fünf Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Gießen wurden mit Preisen bedacht und die Stadtwerke hatten vor diesem Hintergrund das ausgelobte Preisgeld noch um 1500 Euro aufgestockt, sodass sowohl die beiden Zweit- als auch die beiden Drittplatzierten das volle Preisgeld erhielten und sich den ausgelobten Preis nicht teilen mussten.

Ideenschule für den Nachwuchs

Darüber hinaus erfolgte auch die Auszeichnung für den Kinderfeuerwehrmalwettbewerb, bei dem das beste Bild mit Stadtwerke-Maskottchen Drache Fabius als Feuerwehrmann gesucht wurde. Und auch hier gab es nur Gewinner, sodass sich die Minifeuerwehren aus Biebertal, Gießen-Mitte und Wettenberg nun auf den Besuch des Energietheaters mit Fabius freuen dürfen. Beim Wettbewerb »Feuerwehr der Zukunft« belegten die Feuerwehren aus Allendorf/Lahn und Allendorf/Lda jeweils den dritten Platz und erhielten hierfür jeweils 500 Euro. Einen zweiten Platz und damit 1000 Euro erhielten die Feuerwehr Buseck für eine Jugendfeuerwehr-App und Muschenheim für eine E-Learning-Plattform. Julia Trampisch (Wettenberg) führte als Stellvertretende Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende durch die Preisverleihung, zu der sie ganz besonders auch Verbandsvorsitzenden Michael Klier (Staufenberg) und Kreisbrandinspektor Mario Binsch begrüßen konnte. Musste der Wettbewerb 2020 aussetzen, so stand 2021 Corona als Thema im Mittelpunkt, während in diesem Jahr der Wettbewerb ohne Vorgabe erneut durchgeführt wird.

Wie Trampisch mitteilte, beteiligten sich seit 2011 über 50 Feuerwehren an dem Wettbewerb, der nach den Worten von Landrätin Schneider »tolle Ideen entwickelt hat. Was mich besonders freut, dass alle Kriterien eingehalten wurden. Das wichtigste Thema ist die Übertragbarkeit, denn es soll ja auch eine Ideenschule sein. Das ist einer der Beweggründe, der für mich entscheidend ist beim Thema Feuerwehr der Zukunft. Warum nicht voneinander lernen und warum nicht solche Modellprojekte in Szene setzen? Ich finde, dasss die Jury eine tolle Arbeit geleistet hat, was eben das Ergebnis betrifft, das spiegelt das wider, was wir an Beiträgen hatten. Und was auch gesehen werden muss, dies wurde alles neben der Arbeit her entwickelt. Und was mich ganz besonders freut - es geht keiner leer aus«.

Superleistung

Auch Trampisch hob hervor, dass bei allen eingereichten Beiträgen klar zu sehen war, dass die Pandemie nicht als Stillstand und auch nicht für einen Verfall in Lethargie gesorgt habe, sondern dass die Wehren aktiv tätig waren und auch Positives in der Pandemie entdeckt haben. »Wir finden, das war eine Superleistung!«, fasste Trampisch das Urteil der Jury für den Sieger zusammen.

Die Jugendfeuerwehr Seenbachtal, ein Zusammenschluss der Nachwuchswehren aus Stockhausen, Weickartshain, Lardenbach und Klein-Eichen, errang mit ihrem Thema »Digital, aber real - vom Bildschirm rein in die echte Welt« den Sieg.

Den Initiatoren ging es bei diesem Projekt darum, den Jugendlichen etwas »real life« zu bieten in Form einer Kombination von Onlineübungen und Aktivitäten unter dem Motto »abwechslungsreich, ansprechend und unterhaltsam«. Dazu wurde eine Software zum Erstellen und Spielen selbst konzipierter Themenrallyes, Schnitzeljagden oder Quizspielen, ein sogenannter »Actionbound«, erarbeitet. Dabei handelt es sich um eine Schnitzeljagd, erweitert durch Medieninhalte, Internet und die Möglichkeit, selbst etwas beizutragen.

»Wir konnten unsere Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr halten und neue werben. Wir haben durch dieses neue Format Aufmerksamkeit erweckt. Wir sind zufrieden«, hatte Bonarius bereits bei der Projektvorstellung im November verraten. Neben ihm und Liehr waren es Jannick Jochim (Stockhausen), Simon Repp, Fabian Schön, Eric Hartmann (alle Lardenbach) und Leonie Dörr (Weickartshain), die mit zu diesem großartigen Erfolg beigetragen haben.

Zur Nachahmung empfohlen

»Die Qualität der Projekte war ein super Erfolg. Wir waren begeistert von der Anzahl und Qualität der Projekte! Vielen Dank an alle Beteiligten Feuerwehren für die guten Ideen und professionelle Umsetzung. Die einzelnen Projekte haben Vorbildcharakter und werden zur Nachahmung im Kreis explizit empfohlen! Hierzu werden die Projekte auf die Homepage des Kreisfeuerwehrverbandsseite gestellt werden. Ganz besonderer Dank gebührt Landrätin Anita Schneider an der Spitze der Jury und Stephanie Orlik und Ulli Boos von den Stadtwerken Gießen für die Unterstützung, die Inszenierung sowie die gute Zusammenarbeit seit so vielen Jahren«, so Trampisch.

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