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Andreas Hübl, Thomas Benz, Heinz-Georg Jäger, Lucas Richter (Gemeinwesenarbeit) und Florian Langecker (v.l.) freuen sich auf Verstärkung.

Bürgerbus Rabenau

Ehrenamtliche Fahrer gesucht

Allendorf/Rabenau (dge). Seit gut drei Jahren rollt der Bürgerbus in Rabenau, nun soll auch die Nachbarkommune Allendorf im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit in den Service miteinbezogen werden.

Wie meist in ländlichen Regionen wird auch der Rabenauer Fahrservice ehrenamtlich organisiert. »Rabenau Ehrenamtlich Aktiv« heißt der Verein, der das Busschen im wahrsten Sinne des Wortes ins Rollen gebracht hat.

Blick zurück

Es war ein heißer Sommertag im August 2018, als das Fahrzeug von Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. höchstpersönlich von Wiesbaden ins beschauliche Lumdatal kutschiert wurde. Im Burggarten übergab Al-Wazir Kleinbus und Fahrzeugschlüssel an den Vorsitzenden von »Rabenau Ehrenamtlich Aktiv«, Ulrich John, und dessen Stellvertreter, Bürgermeister Florian Langecker. Nun mag man sich fragen, warum ein Minister sich die Zeit nimmt, einen Bus von A nach B zu fahren. Ganz einfach: Das Fahrzeug wurde mit Mitteln aus dem Förderprogramm »Land hat Zukunft. Heimat Hessen« unterstützt.

Schon lange sei die Idee eines Fahrdienstes für nichtmobile Mitbürger im Gespräch gewesen, erklärte John seinerzeit bei der Übergabe. Von einem Fahrdienst sei man schließlich auf die Idee eines Bürgerbusses gekommen. Aus dieser Idee heraus entwickelte sich auch der Gedanke, den Verein »Rabenau Ehrenamtlich Aktiv« zu gründen. »Ein Bürgerbus stärkt sowohl die Mobilität als auch das Miteinander«, meinte Al-Wazir im August 2018.

Und in der Tat erwies sich der Rabenauer Bürgerbus seither als Erfolgsmodell. Die Fahrten kann man telefonisch bestellen. Zum Service gehört ein Einstieg und Ausstieg direkt vor der Haustür. Der Kleinbus finanziert sich ausschließlich durch Sponsoren, Mitgliedsbeiträgen und durch fördernde Mitglieder.

Da die Gemeinde Rabenau und die Stadt Allendorf bereits in Teilen interkommunale Zusammenarbeit pflegen, lag es nahe, auch den Fahrservice den Bürgern beider Kommunen zugute kommen zu lassen. Was jetzt noch fehlt, sind weitere ehrenamtliche Fahrer. Und hier appelliert Allendorfs Bürgermeister Thomas Benz an seine Mitbürger: »Durch dieses gemeinsame Projekt könnte die Mobilität von Bürgern im Lumdatal erheblich gesteigert werden. Der Bürgerbus unterstützt und realisiert zum Beispiel Besuche beim Arzt, medizinischen Einrichtungen, Banken und Sparkassen, bei der Stadtverwaltung und bei Einkäufen. Sie werden zum Zielort gefahren und dort auf Wunsch auch wieder abgeholt. Es wäre sehr schön, wenn man dieses Projekt auch in Allendorf umsetzen könnte.« Doch nicht nur Fahrer werden gesucht, berichtete Andreas Hübl, Erster Beigerodneter der Gemeinde Rabenau. Auch der ehrenamtliche Disponent Heinz-Georg Jäger würde sich freuen, Verstärkung zu bekommen. Vorgesehen ist, dass der Bus montags bis freitags fährt, immer nach Vereinbarung. Anrufen kann man unter 0177/4456019 montags und mittwochs von 15 bis 17 Uhr, denn dann ist das Büro in der Leestraße 12 im alten Bahnhofsgebäude besetzt.. Ein Personenbeförderungsschein sei nicht nötig, versicherte Rabenaus Bürgermeister Florian Langecker. Man brauche lediglich einen Führerschein Klasse B (früher Klasse drei). Wer nun Interesse hat, kann sich im Allendorfer Rathaus bei Birgit Hofmann unter der Rufnummer 06407/911231 melden.

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