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»Ehrenrunde« für den Haushalt

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Hüttenberg (jeb). Eigentlich war der Haushaltsentwurf für 2022 im Dezember von den Hüttenberger Gemeindevertretern abgesegnet worden. Jetzt steht er plötzlich erneut auf der Tagesordnung. Was ist da los? Die Gemeinde hat für Montag, 14. Februar, eine Sondersitzung anberaumt. Die Kommunalaufsicht des Lahn-Dill-Kreises ist mit dem Zahlenwerk nicht zufrieden, das ihr im Januar von der Verwaltung zugesandt wurde.

Deshalb müssen die Gemeindevertreter noch einmal ran. Die Kommunalaufsicht kritisiert zum einen, dass der Beschluss über das Investitionsprogramm aus der Niederschrift zur Sitzung nicht eindeutig sei. Er muss am Montag also wiederholt werden. Das dürfte eine reine Formsache sein.

Etwas heikler ist der zweite Kritikpunkt: Es geht um das im Entwurf ausgewiesene Minus für den Ergebnishaushalt der Jahre 2023 und 2024. Hinzu kommt, dass für den Finanzhaushalt ab 2022 einen Finanzmittelbedarf besteht. Der Entwurf muss dementsprechend geändert werden. Normalerweise wäre die Lösung, ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen.

Das wird aller Voraussicht nach in Hüttenberg nicht notwendig sein, denn die Gemeinde muss bei den Aufwendungen weniger Geld zahlen als gedacht. Erst einen Tag nach den Haushaltsbeschlüssen, also am 7. Dezember, war bekannt geworden, dass der Landkreis die Kreis- und Schulumlage gesenkt hat. Rechnet man in Hüttenberg diesen Wert nun nachträglich ein, weisen die Ergebnishaushalte für 2023 und 2024 ein Plus aus. Für das Jahr 2022 kann die Gemeinde wiederum eine sogenannte »ungebundene Liquidität« heranziehen, um auszugleichen.

Die Gemeindevertreter müssen am Montag den von der Verwaltung vorgeschlagenen Lösungen zustimmen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr in der »Hüttenberger Bürgerstuben« (Hauptstraße 109).

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