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Einsatzoptionen erweitert

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Der Inheidener See bietet optimale Trainingsmöglichkeiten. © DLRG

Kreis Gießen (red). Die Einsatzabteilung der DLRG Heuchelheim verfügt seit diesem Jahr über ein Side-scan Sonar und einen Tauchroboter. Daraus ergeben sich im Bereich der Unterwassersuche wichtige Einsatzoptionen für die Ortsgruppe.

Das Sonar kann durch seine hohe Auflösung ein fotorealistisches Abbild der Unterwasserwelt liefern. Funde können markiert und mittels Tauchroboter oder durch Einsatztaucher überprüft werden. Da das mobile Gerät an beliebigen Motorrettungsbooten installiert werden kann, können im Einsatzfall zügig große Flächen abgesucht werden.

Mit dem Tauchroboter können auch größere Tauchtiefen problemlos angesteuert und in Echtzeit gefilmt werden. Weiterhin verfügt er über einen steuerbaren Greifarm. Wenn in größeren Tiefen gesucht, oder mehrere mögliche Fundstellen kontrolliert werden müssen, können die Taucher hierbei spürbar entlastet, und Videodokumentationen der Fundstellen erstellt werden. Dadurch ist die Suche unterhalb der zulässigen Tauchtiefe ebenso möglich, wie auch bei Begebenheiten, bei denen ein Taucheinsatz zu gefährlich ist.

Am vergangenen Wochenende wurden neun Einsatzkräfte der DLRG Kreisgruppe Gießen und der Ortsgruppe Heuchelheim durch Mitarbeiter der Firma Search and Rescue Unterwassersysteme GmbH im Umgang mit den neuen Geräten geschult. Sie werden als Multiplikatoren ihr erlerntes Wissen weitergeben und weitere Einsatzkräfte ausbilden.

»Der Trais-Horloffer See, auch als Inheidener See bekannt, bot dabei ein ideales Übungsgebiet, da dort neben besonders flachen Bereichen, auch größere Tiefen und unterschiedlichste Beschaffenheiten des Untergrunds vorhanden sind«, berichtet der Technische Leiter Einsatz Fabian Tann.

Ein besonderer Dank gelte auch den Kameraden des DLRG Kreisverbandes Lahn-Dill und der DLRG Butzbach, die ein großes Rettungsboot (RTB 2) und ihre Wachstation zur Verfügung gestellt hätten.

»Natürlich ersetzen die angeschafften Geräte keine Menschen. Gerade die Starkregenereignisse des letzten Jahres haben gezeigt, dass man nicht auf gut ausgebildete Einsatzkräfte wie Taucher, Strömungsretter und Bootsführer verzichten kann«, so Tann.

Die DLRG Gießen und Heuchelheim bilden im Rahmen des Katastrophenschutzes des Landes Hessen eine sogenannte »Erweiterte Wasserrettungsgruppe«. In der örtlichen Gefahrenabwehr ist die Ortsgruppe Heuchelheim ebenfalls aktiv und über die Leitstelle Gießen alarmierbar.

Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen und können sich unter info@heuchelheim.dlrg.de mit der DLRG Heuchelheim in Verbindung setzen.

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