Kleines Plus im Etat

Etat in Harmonie verabschiedet

Der Langgönser Etat wurde in vorweihnachtlicher Harmonie einstimmig im Parlament gebilligt.

Langgöns (imr). In vorweihnachtlicher Harmonie wurde der Langgönser Haushaltsplans 2022 in der Gemeindevertretersitzung verabschiedet.

Jürgen Knorz (CDU) hatte noch einen Änderungsantrag gestellt, den Ansatz für die Gewerbesteuereinnahmen um 200 000 Euro auf 4,8 Millionen Euro anzuheben, wodurch das ordentliche Ergebnis des Zahlenwerks mit rund 27 000 Euro leicht im Plus liegt. »Angesichts der positiven Gewerbeentwicklung in Langgöns können wir diesen Wert auch gut vertretbar für 2022 ausweisen«, betonte der Christdemokrat.

In seiner Haushaltsrede sprach er von einem »soliden Haushalt«. Man habe die Pandemie bislang gut überstanden, »die weiteren Investitionen geben Anlass zum Optimismus für die nächsten Jahre«. Durch die Projekte im Magna Park würden gerade neue und wohnortnahe Arbeitsplätze entstehen. Die Kitas seien ein »Markenkern der Gemeinde Langgöns«. Hier werde weiter investiert durch die Anpachtung des Paul-Schneider-Freizeitheims, in dem eine Waldkita mit zwei Gruppen entstehen soll. Die gestiegenen Geburtenzahlen seien erfreulich und eine »Herausforderung, die wir annehmen. Wenn hier noch mehr benötigt wird, werden wir nachlegen können.«

Als »zukunftsorientierte Projekte« nannte er die Starkregenanalyse. Auch Energiesparmaßnahmen und Klimaschutz wie der Ausbau der Fotovoltaik und LED-Beleuchtung seien wichtige Punkte. Beim Dorfentwicklungsprogramm Ikek seien »tolle Projekte in Planung. Es sind gute Ansätze, dass die Orte attraktiver und lebenswerter gestaltet werden können.«

Dr. Michael Buss (Grüne) lobte die Arbeit der Verwaltung: »Wir haben sehr gute Leute.« Für den Bereich Klima- und Naturschutz würdigte er namentlich die Arbeit der Klimaschutzmanagerin Susanne Müller und von Umweltberater Uwe Müller.

Mitarbeiter im Rathaus gelobt

»Wir sollten hinter den Mitarbeitern stehen und sie bestärken, auch in diesem schwierigen Job.« Damit spielte er auf eine Anfrage der SPD-Fraktion zur »Unverhältnismäßigkeit von Kontrolleinsätzen des Hilfspolizisten« an. Bei der Aufzählung von bereits umgesetzten und geplanten Projekten nannte er unter anderem die Fotovoltaikanlagen und die Bürgersonnenkraftwerke sowie die Waldwirtschaft mit Naturverjüngung und gezielten Maßnahmen zur Wiederaufforstung.

Anja Asmussen (SPD) sagte: »Der Haushaltsplan enthält alles an Ausgaben, um die Bedarfe zu decken und gut arbeitsfähig zu sein.« An Investitionsvorhaben nannte sie unter anderem den Hochwasser- und Klimaschutz, Brückensanierungen, den Radwegebau und Neubaugebiete. »Auch für den Ortsteil Lang-Göns ist demnächst ein Neubaugebiet vorgesehen, das finden wir gut.«

Sie freue sich, dass die SPD-Anträge alle Berücksichtigung fanden, darunter die Erhöhung des Etats zur Instandhaltung der Straßen, zur Rekultivierung der gemeindlichen Sportplätze und zur Instandhaltung der Denkmäler in mehreren Ortsteilen.

Christoph Meywald (FW) sprach von »ambitionierten Zielen«, die es umzusetzen gelte. Den Freien Wählern sei die »infrastrukturelle Entwicklung« wichtig. Dazu zählte er energetische Gesichtspunkte aber auch Straßen, Radwege und E-Mobilität. Den Haushaltsplanentwurf bezeichnete er als »sehr zufriedenstellend«. Alle Redner dankten der Kämmerei für ihre gute Arbeit.

Bürgermeister Marius Reusch (CDU) freute sich über »so viel Harmonie«. Er dankte für das »gute Miteinander und die sachliche Auseinandersetzung« in den Gremien. sollten wir weiter pflegen.« die wir uns erarbeitet haben.« Für das anstehende Jahrzehnt liege eine Modernisierungsphase an, beispielsweise bei der Digitalisierung. Dies gelte auch für die Verwaltung: »Es wird große Veränderungen für die Arbeitsweise in den Kommunen geben.« Gleiches gelte für den Klimaschutz. Auch die Infrastruktur müsse ständig modernisiert werden. Ikek und das Förderprogramm Silek seien ein »großes Investitionspaket, das wir schnüren müssen«. Reusch bilanzierte: »Mit der Pandemie waren wir wirklich am Anschlag, es war ein wahnsinnig herausforderndes Jahr. Deswegen bin ich besonders stolz, dass wir so viele Aufgaben und Projekte umsetzen konnten.« 2022 werde erneut eine Herausforderung, »aber wir sind eine sehr handlungsfähige Kommune. «

Parlamentspräsident Martin Hanika (CDU) schloss sich diesem Dank an. In seiner traditionellen Rede in der letzten Sitzung des Jahres ging er auch auf die gesellschaftlichen Konflikte in der Pandemie ein. Familien und Freundeskreise würden wegen unterschiedlicher Ansichten auseinanderfallen. Es gehe um Impfungen und Schutz im weitesten Sinne und Rücksicht auf- und miteinander. »Die Basis ist der gesellschaftliche Zusammenhalt. Dafür haben wir alle unseren Beitrag zu leisten«, appellierte er.

Lebkuchen verteilt

Weil der traditionelle Imbiss in der letzten Sitzung des Jahres coronabedingt ausfiel, überreichte Hanika allen Anwesenden eine große Lebkuchendose mit dem Motiv »Dorfidylle«, verbunden mit den besten Wünschen zum Fest.

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