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Ex-Awo-Chef auf Schadensersatz verklagt

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Kreis Gießen (red/ww). Der ehemalige Vorsitzende des Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Hessen Süd, Willy Jost aus Großen-Buseck, wird zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern vor dem Landgericht Darmstadt auf Schadensersatz verklagt. Das bestätigte die Pressesprecherin der Awo Süd, Susanne Magnus, dem Anzeiger. Der Bezirksverband verliert von 2015 bis 2017 die Gemeinnützigkeit und muss für diesen Zeitraum Steuern nachzahlen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es habe mehrere Geschäftsvorfälle gegeben, mit denen der Awo Vermögen entzogen worden sei und durch die sich damalige Funktionsträger persönlich bereichert hätten, erklärt Awo-Geschäftsführer Ulrich Bauch in der Pressemitteilung. Grund für die Aberkennung seien vor allem der Verkauf von Awo-Immobilien an Kommanditgesellschaften, an denen ein ehemaliger Generalbevollmächtigter selbst beteiligt gewesen sei. Es stehen damit auch strafrechtliche Vorwürfe im Raum. Die Awo betreibt unter anderem das Heinz-Ulm-Seniorenzentrum in Lang-Göns. Auch dieses wurde in diesen Jahren an eine Gesellschaft veräußert, an der der einstige Generalbevollmächtigte beteiligt war. Die Awo pachtete es dann. Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit habe keine Auswirkungen auf die Betreuung in den Einrichtungen, beruhigt Bauch.

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