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Falsche Polizeibeamte rufen an

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Kreis Gießen (red). Am Montagabend gab es nach bisherigen Erkenntnissen mindestens drei Anrufe von Betrügern, die sich als Polizeibeamte ausgaben.

Die Polizei warnt ausdrücklich und aus aktuellem Anlass vor diesen Betrügern am Telefon, weil nach polizeilicher Erfahrung zu erwarten ist, dass es auch in den kommenden Tagen zu weiteren Anrufen im Landkreis Marburg-Biedenkopf, aber auch in angrenzenden Landkreisen kommt. Die am Montag in Marburg Kontaktierten erkannten den Betrug, reagierten genau richtig und legten auf, so dass die Täter in diesen der Polizei bislang bekannten Fällen erfolglos blieben.

Die Täter nutzen die Masche »Anruf durch falsche Polizeibeamte«. Die Anrufe am Montag waren zwischen 20 Uhr und 21.40 Uhr in Marburg. Nach der Darstellung eines angeblichen Einbruchs in der Nachbarschaft, fragte der Anrufer nach Vermögen und Wertgegenständen und bot an, dieses zu sichern und in zehn Minuten abzuholen.

»Die Polizei ruft niemals an, um über Einbrüche oder Festnahmen oder auch Unglücksfälle zu berichten und gleichzeitig die Sicherung des Vermögens anzubieten. Lassen Sie sich nicht von den Geschichten oder Hintergrundgeräuschen täuschen. Legen Sie sofort auf, wenn es bei einem unerwarteten Anruf ums Geld, Vermögen oder Daten geht«, raten die Beamten. Nur so lässt sich verhindern, Opfer von Betrügern am Telefon zu werden.

Tipps der Polizei

Seien Sie wachsam, misstrauisch und besprechen Sie sich mit einer Vertrauensperson, bevor Sie überhaupt an eine Abhebung von Bargeld oder Überweisung oder die Übergabe denken! Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen! Geben Sie niemals vertrauliche Informationen preis. Behörden und seriöse Unternehmen agieren nicht in dieser Form und fragen niemals am Telefon nach sensiblen Daten. Rufen Sie zurück. Verwenden Sie dabei aber niemals Nummern, die man Ihnen mitteilt oder die sie auf dem Display sehen, sondern immer nur die selbst herausgesuchten Nummern. Wählen Sie bewusst neu! Benutzen Sie nicht die Rückruftaste! Wählen Sie die 110 oder die Festnetznummer der zuständigen Polizeidienststelle.

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