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Feroment in Buseckschließt

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Feroment in Buseck wird in Kürze seine Pforten schließen. © Zielinski

Das Busecker Unternehmen Feroment macht überraschend zu. Die 80 Mitarbeiter haben per Brief ihre Kündigung zum 1. August erhalten. Als Grund werden finanzielle Probleme genannt.

Buseck (paz). Für viele der rund 80 Feroment-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kam die Nachricht überraschend: Per Brief erfuhren sie am Mittwoch, dass ihr Unternehmen, für das sie zum Teil über viele Jahre hinweg tätig waren, schließt.

Allen Mitarbeitern wurde zum 1. August mit Hinweis auf finanzielle Probleme des Unternehmens die Kündigung ausgesprochen.

Auch Busecks Bürgermeister Michael Ranft zeigte sich im Gespräch mit dem Anzeiger erstaunt. »Das ist das erste, was ich höre«, betonte er. Sollte Feroment tatsächlich schließen, bedeute dies einen Schlag für die Gemeinde, da somit nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern auch die Gewerbesteuereinnahme wegfalle.

Fenster und Türen

Seit 45 Jahren ist das von den Geschäftsführern Michael Petersen und Philip Mecklenburg geleitete Unternehmen in den Bereichen Herstellung, Vertrieb und Montage von Kunststofffenstern und Kunststofftüren tätig und seit 2016 Teil der HPM Die Handwerks-gruppe, mit Sitz in Hamburg, besteht aus traditionellen Handwerksbetrieben aus ganz Deutschland.

Darüber hinaus vertreibt und montiert Feroment Fertigelemente, Rollläden, Rolltore und Beschattungen.

Obwohl gerade aktuell Handwerksbetriebe stark nachgefragt sind, schreibt das Unternehmen nach eigenem Bekunden rote Zahlen. Eine negative Entwicklung hatte North Data zufolge bereits 2018 begonnen (North Data ist eine Online-Plattform, die frei zugängliche Zusammenstellung von Gewinn- und Umsatzzahlen deutscher Firmen anbietet, Anmerkung der Redaktion).

Dennoch hatte das Unternehmen am 18. November 2021 eine Zweigniederlassung in Stuttgart eingerichtet. Die Geschäftsführung war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme leider nicht zu erreichen.

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