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Festwochenende geplant

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Auf seine starken Stimmen konnte sich der Gesangverein Frohsinn stets verlassen. Repro: Weil © Johannes Blöcher-Weil

Der Gesangverein Frohsinn Hüttenberg feiert vom 1. bis 3. Juli sein 140-jähriges Bestehen

Hüttenberg (jowe). Der Gesangverein Frohsinn Hüttenberg feiert vom 1. bis 3. Juli seinen 140. Geburtstag mit der Ausrichtung der Hüttenberger Chortage. Die Festveranstaltungen beginnen am Freitag in der Sporthalle mit einem Musical zum Leben und Sterben von Pfarrer Paul Schneider, der in Hochelheim lebte und in Buchenwald ums Leben kam. Es folgt ein Freundschaftssingen benachbarter und befreundeter Chöre am Samstagabend. Am Sonntag findet dann für die Hüttenberger Bevölkerung ein Tag der Vereine mit Festzug, Gesang, Musik und Geselligkeit statt.

Der Gesangverein Frohsinn wurde im Jahr 1882 von damals jungen, sangeslustigen Burschen gegründet und wie damals so üblich, waren in den ersten Jahren die ortsansässigen Lehrer Braun und Drescher als Chorleiter eingesetzt.

1890 wurde mit einer großen Feier die erste Vereinsfahne eingeweiht und schon 1908 das erste Jubiläum, 25 Jahre »Frohsinn« gefeiert. Danach wurde die Sangestätigkeit wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges unterbrochen und ruhte bis 1919.

Im Jahr 1928 übernahm die Leitung des Chores Herr Köhler aus Großen-Linden, der aber leider im Januar 1934 durch einen Berufsunfall verstarb. Ihm folgte Lehrer Friedrich Knoche, der die Leitung 42 Jahre inne hatte. In diesen Jahren wurden große Jubiläumsfeste zu runden Geburtstagen mit großen Sängerfesten gefeiert.

Große Erfolge

Es wurden viele Wettbewerbe mit großem Erfolg besucht und auch die ersten großen Vereinsfahrten an den Tegernsee und in den Schwarzwald unternommen. Unter dem Vorsitz von Hermann Seth hatte in dieser Zeit der »Frohsinn« mit fast 100 Sängern seine größte Sängerzahl aufzuweisen. Auch war in diesen Jahren der »Frohsinn« der jährliche Ausrichter der Karnevalsveranstaltungen im Saalbau Franz.

Im September 1976 erfolgte die feierliche Stabübergabe an den neuen Chorleiter, Chordirektor Helmut Buß. Dieser brachte neuen Schwung in den Chor, was sich relativ schnell in gesanglichen Erfolgen bei Wettbewerben und Konzerten widerspiegelte.

Der Vereinsvorsitzende Dieter Eckhardt hatte im Jahr 1987 eine erste große Auslandsreise nach Kanada organisiert, bei der rund 100 Teilnehmer des »Frohsinn« unvergessliche Eindrücke erleben durften.

Der Verein erweiterte in diesen Jahren auch sein gesangliches Angebot, indem ein großer Shanty-Chor unter Leitung von Richard Turnwald gegründet wurde. 1994 stand wieder ein Wechsel an und der junge Chorleiter Matthias Schmidt wurde verpflichtet. Da dieses jedoch nicht ganz reibungslos ablief, war am Folgetag in der Zeitung zu lesen - kein Frohsinn im »Frohsinn«.

Matthias Schmidt war dann bis 2019 und somit 25 Jahre Chorleiter beim »Frohsinn« Hüttenberg.

In dieser Zeit konnte der Verein eine große Anzahl von ersten Preisen bei internationalen und nationalen Wettbewerben erzielt werden. Große Jubiläumsfeste mit Chorwettbewerben zum 120, 125, 130 und 135 jährigen wurden ausgerichtet, ein großes Klassikkonzert mit dem Johann Strauß Orchester sowie hochklassigen Solisten in der Hüttenberger Sporthalle aufgeführt und auch weitere, tolle Auslandsreisen nach Irland und Cornwall fanden statt.

Als neuer Chorleiter konnte ab 2019 der in Hüttenberg wohnhafte Jochen Stankewitz gewonnen werden.

Leider wurde auch der »Frohsinn«, wie alle Chöre, mit dem Beginn des Jahres 2020 bis heute sehr stark durch die Corona-Pandemie ausgebremst, so dass etliche bereits geplante Konzerte und Veranstaltungen ausfallen mussten.

Unter dem Motto »Singen und mehr« veranstaltete der »Frohsinn« jedes Jahr Veranstaltungen wie zum Beispiel verschiedenste Gesangsauftritte, Winterwanderung, Sonnenwendfeier, Bergwandern in den Alpen, Oktoberfest und Teilnahme an Veranstaltungen in Hüttenberg.

42 Sänger

Durch verschiedene Werbeaktionen ist es den Verantwortlichen stets gelungen, immer wieder neue Sänger für den Gesang zu begeistern.

Der »Frohsinn« kann sich auch heute noch mit 42 aktiven Sängern als durchaus großer, leistungsstarker Männerchor präsentieren.

Hierzu trägt sicherlich auch bei, dass neben der klassischen Männerchorliteratur auch populäre Musik zum Beispiel von Grönemeyer, Coldplay, Leonard Cohen aber auch von Volksliedern und geistlicher Musik zum Repertoire gehören.

»Alles in allem sind das 140 Jahre erfolgreiche Vereinsgeschichte, die es in diesem Jahr wieder zu feiern gilt«, resümieren die beiden Vorsitzenden Klaus Kummer und sein Stellvertreter Hans-Willi Althen.

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Die Sänger im Jahr 1972. Repro: Weil © Johannes Blöcher-Weil

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