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Michael Diehl beeindruckt mit Fingerstyle-Technik an der Gitarre.

Gitarre Kirchlein Krumbach

Filigraner Saitenvirtuose

Der »Fingerstyle«-Gitarrist Michael Diehl überzeugt bei seinem Auftritt im Krumbacher Gästehaus »Am Kirchlein« auf der ganzen Linie.

Biebertal (whk). Ein Konzert mit besonderer Gitarrenspieltechnik gab es jetzt im Gästehaus »Am Kirchlein« in Krumbach. Michael Diehl bot filigrane Gitarrenmusik vom Feinsten und dies im »Fingerstyle«, einer Spieltechnik, bei der die Saiten der Gitarre - jede für sich - mit einzelnen Fingern angeschlagen werden. Er entlockte seiner Gitarre laute und leise Töne mit großer Virtuosität und Spielfreude. Bereits als Jugendlicher spielte Diehl viele Auftritte mit verschiedenen Bands und Musikrichtungen. Er gründete 2005 das Duo »2inJoy«. Er bestritt Auftritte im In- und Ausland.

Diehl präsentierte den 21 Zuhörern seine Stücke, darunter auch zwei neue Songs mit den Titeln »Tears« und »Crazy Lazy«. Sie sind im ersten Lockdown entstanden und beschreiben die allgemeine Situation der Musiker und seine eigenen Erfahrungen. Seine neue CD wird voraussichtlich im Januar erscheinen und den Titel »Never give up« tragen.

In Krumbach präsentierte er nur Eigenkompositionen von seiner CD »Groovin for Breakfast«, darunter das mit besonderen Klangeffekten unterlegte »Catch the Spirit« oder das von ausgefeilter Rhythmik geprägte »Restless«, welches an das Gefühl der Unruhe auf der Autobahn erinnert. Auch beim Instrumentalstück »Eleven Rabbits« kam Diehls leidenschaftlich-begeisterndes Gitarrenspiel mit großer persönlicher Ausstrahlung voll zur Geltung. Auch dafür gab es großen Applaus. »Groovy Fingerstyle« beherrschte die Eigenkomposition »Mr. Adam«. Mit Michael Diehl gab ein großer Meister auf der Gitarre sein Debut im Gästehaus »Am Kirchlein«. »Kirchlein«-Inhaberin Annette Woitschitzky sorgte mit heißer Kürbis-Quitten-Cremesuppe, einem Rosenkohl-Quitten-Quiche und einem alkoholfreien Bratapfelpunsch für kulinarische Akzente.

Nach der Pause, die Diehl zum Gespräch mit den Zuhörern nutzte, erklangen »Breakup« und »Dark-Light«. »Es war bisher eines der besten Solo-Konzerte, die Michael Diehl im Kirchlein spielte«, so die Meinung eines Zuhörers. Die gute Akustik und die besondere Atmosphäre des Gästehauses prägten das Konzert. Der »Finger-Salad-Blues« und »Tears« fanden ebenso wie das engagiert und mit großer Fingerfertigkeit vorgetragene Instrumentalstück »A Sunny Day« beim Publikum großen Anklang. Michael Diehl bot im hochkarätigen Konzert »Fingerstyle« im Stil von Tommy Emmanuel, Rick Ruskin oder Edgar Cruz und spielte sich vollends in die Herzen der Zuhörer.

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