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Fotos und Fingerabdrücke erforderlich

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Landkreis Gießen weist darauf hin, dass sich Flüchtlinge aus der Ukraine melden müssen, um ihre Angaben zu vervollständigen.

Kreis Gießen (red). Ukrainische Flüchtlinge müssen auf jeden Fall die sogenannte PIK-Registrierung nachholen. Darauf macht die Ausländerbehörde des Landkreises Gießen in einer Pressemitteilung aufmerksam.

Die PIK-Registrierung ist die Erfassung mit biometrischen Fotos sowie Fingerabdrücken, die mit besonderen Scannern elektronisch abgenommen werden. Diese und weitere Daten werden im Ausländerzentralregister erfasst. Ohne diese vollständige Registrierung können Flüchtlinge keinen Aufenthaltstitel bekommen. Dieser wiederum ist Voraussetzung dafür, dass sie Sozialleistungen erhalten können.

Die Ausländerbehörde hat alle Personen angeschrieben, die zur PIK-Registrierung noch einmal in die Verwaltung am Riversplatz kommen müssen. In einigen Fällen sind Betroffene aber schwierig zu erreichen. In anderen Fällen stellte sich eine Registrierung als nicht mehr nötig heraus, weil Betroffene zum Beispiel in die Ukraine zurückgereist sind, eine Abmeldung aber noch nicht vorlag. »Wer Menschen aus der Ukraine bei sich aufgenommen hat oder im Alltag unterstützt, kann sie gerne auf diese Registrierung hinweisen. Über unsere Ukraine-Hotline können dann Termine vereinbart werden«, erläuterte Landrätin Anita Schneider (SPD).

Woher wissen Menschen aus der Ukraine, ob die PIK-Registrierung schon vollständig erledigt wurde? Wichtigstes Merkmal sind die Fingerabdrücke: Bei der PIK-Registrierung werden bei allen Personen über sechs Jahren Abdrücke aller Finger abgenommen sowie biometrische Fotos gemacht. Ist dies noch nicht der Fall gewesen, muss die PIK-Registrierung nachgeholt werden. Dies muss wegen einer gesetzlichen Frist bis spätestens 31. Oktober geschehen.

Betroffen sind vor allem Menschen, die schon länger im Landkreis leben. Denn vor einigen Monaten sind Geflüchtete teilweise noch nicht oder nicht vollständig per PIK-Verfahren registriert worden, weil Ausländerbehörden die technische Ausstattung im erforderlichen Umfang noch nicht durch Bund und Land zur Verfügung gestellt worden war.

Die Registrierung dauert etwa 15 Minuten pro Person. Betroffene sollten in jedem Fall einen Termin über die Ukraine-Hotline des Landkreises Gießen vereinbaren, die montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr unter 0641/9390-3590 sowie per E-Mail an ukraine-hilfe@lkgi.de erreichbar ist. Das Team der Hotline gibt auch auf Ukrainisch und Russisch Auskunft.

Die Ausländerbehörde ist zuständig für alle Kommunen des Landkreises außer der Stadt Gießen - diese hat eine eigene Ausländerbehörde.

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