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Gastfamilien für Minderjährige gesucht

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Kreis Gießen (red). Vor allem Frauen und Kinder verlassen seit Beginn des Krieges die Ukraine und suchen Schutz in verschiedenen EU-Ländern. Erste Flüchtlinge sind in den vergangenen Tagen bereits im Landkreis Gießen eingetroffen. Da davon auszugehen ist, dass in den kommenden Wochen auch Kinder und Jugendliche ohne die Begleitung ihrer Eltern ankommen werden, sucht der Landkreis nun vorausschauend nach Gastfamilien, heißt es in einer Pressemitteilung.

»Der schreckliche Krieg in der Ukraine bringt für die Menschen großes Leid, Angst und Verzweiflung mich sich. Millionen sind bereits geflohen, weitere Millionen werden folgen. All denjenigen, die zu uns in den Landkreis kommen, möchten wir unsere volle Unterstützung zusagen. Kinder und Jugendliche, die diese beschwerliche Reise alleine auf sich nehmen mussten, sollen bei uns unter ganz besonderem Schutz stehen«, betont Kreis-Sozialdezernent Hans-Peter Stock (Freie Wähler).

Gießen regelt selbst die Unterbringung

Aus diesem Grund setzt der Landkreis nun auf Gastfamilien aus den 17 Städten und Gemeinden rund um Gießen, die sich bereit erklären, minderjährige Kinder und Jugendliche aus der Ukraine so lange bei sich aufzunehmen, bis deren Perspektive geklärt ist. Um die Unterbringung direkt in Gießen kümmert sich die Stadt selbst.

Zunächst in Obhut der Jugendämter

Alle im Landkreis ankommenden Kinder werden nach ihrer Ankunft in Deutschland zunächst von den Jugendämtern in Obhut genommen und versorgt. Anschließend werden sie nach Alter und individuellem Betreuungsbedarf in geeignete Wohnformen vermittelt. Dabei kommt den Gastfamilien neben den betreuten Wohneinrichtungen mit sozialpädagogischer Betreuung besonders wichtige Bedeutung zu.

Als Gastfamilien kommen engagierte Paare, Familien und Einzelpersonen infrage, die bereit sind, ein fremdes Kind oder Jugendlichen aufzunehmen und sich mit Unterstützung der Fachleute des Jugendamtes allumfassend zu kümmern.

Interessierte können sich mit Liane Becker vom Pflegekinderdienst des Landkreises unter 0641/9390-9204 oder per E-Mail an liane.becker@lkgi.de in Verbindung setzen.

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