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Gedenken an Schicksal der Zwangsarbeiter

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Kreis Gießen (vb). Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung bei drei Enthaltungen beschlossen, dass an einer Baracke in Freienseen an das Schicksal der dort während des Zweiten Weltkriegs untergebrachten Zwangsarbeiter erinnert werden soll.

15 baugleiche Baracken für vorwiegend russische Zwangsarbeiter standen ab 1944 in dem Lager. Heute ist nur noch eine davon erhalten und wird als Lager eines Baustoffhandels genutzt. Dort soll eine Stele mit einer Gedenktafel aufgestellt werden. Die »Gießener Linke« und »Die Vraktion« hatten den Antrag gestellt.

Der Kreisausschuss soll sich mit der Denkmalschutzbehörde, dem Denkmalschutzbeirat, der Stadt Laubach und dem Ortsbeirat Freienseen abstimmen. Zum Beispiel die Kreisvolkshochschule und die Jugendförderung beim Landkreis sollen eingebunden werden, um das Thema mit Projekten und Veranstaltungen zu begleiten.

Die in den Baracken untergebrachten etwa 1200 Zwangsarbeiter mussten für die Frankfurter Firma VDO in einem nahe gelegenen Eisenbahntunnel Armaturen für die geplanten Waffen V1 und V2 produzieren. Das Lager wurde am 31. März 1945 durch amerikanische Truppen aufgelöst.

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