Gemeindepflegerprojekt diskutiert

Laubach (hgs). Etliche Hindernisse stellten sich der zügigen Einrichtung des neu gewählten Seniorenbeirats entgegen. Am 1. November war es endlich soweit, der Beirat konnte sich in seiner neuen Zusammensetzung konstituieren. Jetzt traf er sich zu seiner ersten regulären Sitzung. Gleich beschäftigte er sich mit einem gewichtigen Thema: Ist für Laubach eine Gemeindeschwester erforderlich?

Inzwischen spricht man lieber von Gemeindepfleger/Gemeindepflegerin. Betagte Menschen, die in ihrer Wohnung leben und die keinen ambulanten Pflegedienst benötigen oder bisher nicht in Anspruch nehmen, brauchen dennoch manchmal Unterstützung. In vielen Fällen sind keine Angehörigen da, oder diese können die benötigte Hilfe nicht leisten.

Der Seniorenbeirat kam einhellig zu der Meinung, dass dieses Thema weiter zu verfolgen sei und dann gegebenenfalls geprüft wird, welche Fördermöglichkeiten es für ein solches Vorhaben gibt. Möglicherweise wird im Lauf 2022 ein neues Landesprogramm hierzu aufgelegt.

Anschließend befasste man sich mit dem Thema Wohngemeinschaft für Senioren. Alleinstehende Betagte oder Paare, die noch selbständig leben können, denen es aber zu mühsam wird, ihre bisherige Wohnung oder ihr Haus, unter Umständen mit Garten, in Ordnung zu halten, können hier mit anderen in ähnlicher Lage nahe beieinander wohnen. Sie haben dann bei Bedarf Gesprächspartner, können sich aber auch in ihren Bereich zurückziehen.

Es wurde gemeinsam überlegt, welche Ausgestaltungen einer solchen Wohnform denkbar sind und wie die Räumlichkeiten beschaffen sein sollten. Um diesen Gedanken weiterzuführen und möglichst zu verwirklichen, haben einzelne Sitzungsteilnehmer überlegt, einen Stammtisch zu gründen, an dem sich Interessenten für ein solches Projekt unverbindlich zusammenfinden können.

Angesprochen wurde auch die Idee, sich für ein neues Mobilitätsgesetz in Hessen einzusetzen. Denn häufig beklagen Senioren, dass sie an manchen Stellen Schwierigkeiten haben eine Straße zu überqueren. Behörden setzen hohe Hürden, bevor an die Einrichtung eines Zebrastreifens, einer Querungshilfe oder Fußgängerampel gedacht werden kann. Zu wünschen sei, mehr Platz und Sicherheit für Fußgänger zu schaffen. Was den Betagten eine Hilfe wäre, würde auch für Kinder die Straßen sicherer machen, die Lebensqualität in der Stadt und den Stadtteilen würde erhöht. Nun sucht der Seniorenbeirat nach Bündnispartnern.

Auch wurde ein Vorschlag formuliert, wie die oft gefährliche Strecke zwischen Lau-bach und Schotten sicherer werden könnte und dabei die von höherer Warte beabsichtigte Begradigung der Kurven am Anfang der Strecke entfallen könnte.

Die nächste Sitzung des Seniorenbeirats ist für den 7. Februar 2022 geplant und wird öffentlich sein.

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