Gut beraten in Fällen von Diskriminierung

Kreis Gießen (red). Diskriminierung ist für viele Menschen Alltag. Forschungsergebnisse zeigen, dass sich aber nur die wenigsten dagegen wehren. Das kann sich ändern, wenn Menschen sich beraten lassen und begleitet werden. Unterstützung wurde von einzelnen Betroffenen-Organisationen angeboten, spezielle und themen- oder merkmalsübergreifende Beratungsstellen waren bislang allerdings dünn gesät.

Nun gibt es ein regionales Beratungsangebot des Antidiskriminierungsvereins Mittelhessen.

Eines der Ziele des 2019 gegründeten Vereins wird damit Realität: »Dafür haben wir lange gearbeitet«, erklärt Vorsitzender Claus Schäfer in einer Pressemitteilung. Ansprechperson für die Beratung ist Leila Seidel. Sie ist Kulturwissenschaftlerin, hat sich seit vielen Jahren beruflich und fachlich mit Diskriminierungserfahrungen, mit der Sensibilisierung für Diskriminierungen und mit dem Empowerment von Betroffenen beschäftigt. Aktuell absolviert sie berufsbegleitend eine Fortbildung zur »Antidiskriminierungsberaterin« beim Antidiskriminierungsverband Deutschland. »Zu uns können Menschen kommen, die zum Beispiel aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung oder einer Behinderung Benachteiligungen erfahren - etwa bei der Jobsuche, auf dem Wohnungsmarkt, bei Käufen oder der Nutzung von Dienstleistungen. Wir hören genau hin, was sich die Betroffenen wünschen und zeigen auf, was rechtlich und praktisch möglich ist«, erläutert sie.

Leila Seidel bietet ab sofort jeden Montag zwischen 10 und 13 Uhr eine feste Sprechstunde in der Walltorstraße 3 in Gießen an.

Wegen der Pandemie-Lage wird möglichst um Voranmeldung für die festen Sprechstundenzeiten gebeten. Weitere Termine der mobilen Beratung in der Region sind nach Vereinbarung und bei Bedarf an anderen Orten möglich. Leila Seidel ist per E-Mail an seidel@antidiskriminierung-mittelhessen.de und unter 0157/52984432 erreichbar.

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