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Gut besuchter Gottesdienst unter freiem Himmel

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Die Vereinigten Posaunenchöre beim Missionsfest an der »Dicken Eiche« in Aktion. Foto: Waldschmidt © Waldschmidt

Lahnau/Biebertal (whk). Zum 143. Mal fand nach dreijähriger Pandemie-Pause das »Missionsfest an der Dicken Eiche« im Wald bei Waldgirmes statt. Gemeindepädagogin Claudia Mertens (Naunheim) hieß gut 100 Besucher sowie den Referenten, Direktor Michael Thiel vom Evangelisch-Lutherischen Missionswerk (ELM) in Niedersachsen, willkommen. Die musikalische Gestaltung hatten die Vereinigten Posaunenchöre übernommen.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes unter freiem Himmel stand die Predigt zum Himmelfahrtstag. »Jesus, der in den Himmel gefahren ist, ist immer noch da. Er lebt überall, begegnet uns in unseren Mitmenschen und auch in seiner Schöpfung«, so Direktor Michael Tiehl. Er berichtete von Elena, die mit ihren Kindern aus der Ukraine flüchtete und drei Heiligenbilder an die Windschutzscheibe ihres Autos stellte.

Posaunenspiel

Mit einem kraftvoll-fröhlichen Nachspiel der Vereinigten Posaunenchöre klang der Gottesdienst nach dem Schlussgebet und dem Segen aus. Die Kollekte war für die Arbeit der ELM bestimmt. Im Anschluss an den Gottesdienst berichtete Thiel über die Arbeit in Malawi. Das Land hat 21 Millionen Einwohner und ist ein Drittel so groß wie die Bundesrepublik. Es hat 192 Einwohner pro Quadratkilometer (BRD: 232/km2). Hauptsächlich wird Tabak exportiert. Der Preis dafür ist abhängig vom Welthandel. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei 378 US-Dollar/Jahr/Einwohner, das ist ein Dollar pro Tag/Einwohner. Mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Malawi besteht seit 1982 eine Partnerschaft mit dem ELM. Die Kirche dort hat weit über 100 000 Mitglieder mit 400 Gemeinden und Gebets-Treffpunkten.

In Ernährungsstationen werden Mahlzeiten für Kinder zubereitet, um Unterernährung zu vermeiden, und Grundstandards von Hygiene vermittelt. »Die Kirche kümmert sich um die Kinder«, so Direktor Thiel. »Die Kirche dort steht in einem ganz anderen Kontext als hier bei uns. Gott wirkt dort und ihre Kollekte trägt dazu bei, dass die Arbeit vor Ort in Malawi weitergehen kann.«

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