Heiße Spur zu gesprengten Automaten

Kreis Gießen (red). Die spektakuläre Verfolgungsfahrt der Polizei mit einem BMW am Sonntag, 2. Januar, steht möglicherweise im Zusammenhang mit der Sprengung mehrerer Zigarettenautomaten. Dies hat die Polizei gestern mitgeteilt.

Bei der Verfolgungsfahrt setzte der Fahrer eines BMW mehrmals einiges aufs Spiel, um der Streife zu entkommen. Die Beamten wollten das verdächtige Fahrzeug an dem frühen Sonntagmorgen in Langgöns kontrollieren. Letztlich konnte der Wagen bei Bad Nauheim entkommen. Bei den Ermittlungen ergab sich die Verbindung zu den gesprengten Zigarettenautomaten.

Jüngster Vorfall in Leihgestern

Sowohl im südlichen Landkreis Gießen als auch im Wetteraukreis war es seit November 2021 zu mehreren solcher Taten gekommen. In der Nacht zum 2. Januar hatten Unbekannte in der Konrad-Adenauer-Straße in Leihgestern einen solchen Automaten mit Sprengstoff befüllt und zur Explosion gebracht. Teile des Automaten flogen bis zu 20 Meter weit. Die Täter erbeuteten Bargeld und Zigarettenpackungen.

Ähnlich wie in Leihgestern gingen die Unbekannten laut Polizei bei mindestens elf weiteren Taten vor. Im Landkreis Gießen wurden weitere vier solcher Delikte bekannt. Außerdem sei davon auszugehen, dass ein Zusammenhang zu weiteren Taten im Rhein-Main-Gebiet bestehe.

Bei der Kriminalpolizei wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Die letzten Ermittlungsschritte, die unter anderem weitere Befragungen, Vernehmungen und Spurenauswertungen beinhalteten, führten dazu, dass der geflüchtete BMW oder dessen Insassen in Verbindung mit den Sprengungen stehen. Sehr wahrscheinlich benutzten die Täter bei einigen Taten als Fahrzeug einen dunklen BMW-Kombi mit Gießener Kennzeichen. Zeugen berichteten der Polizei mehrmals, dass zwei Personen nach der Tat flüchteten.

Die Ermittler erhoffen sich Hinweise. Wer kann Angaben zu dem BMW, zu den Taten oder den Tätern geben? Wahrscheinlich ist, dass die Unbekannten mit Sprengstoff hantieren. Hinweise werden erbeten unter 0641/7006-6555.

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