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Herausforderungen gut gemeistert

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Ralf lauer erhielt das »Certificate of Merit« der Weltzollorganisation von Regierungsdirektorin Uta Ruge, Leiterin des Hauptzollamtes Gießen. © Zoll

Die Weltzollorganisation zeichnet Brexit-Koordinator Ralf Lauer aus Grünberg mit einem nicht alltäglichem Zertifikat aus.

Kreis Gießen (red). Eine besondere Ehrung wurde dieser Tage dem Brexit-Koordinator des Hauptzollamtes Gießen, Zolloberamtsrat Ralf Lauer, zuteil. Die Weltzollorganisation (WZO) in Brüssel verlieh dem erfahrenen Zollbeamten aus Grünberg eine Urkunde für besondere Verdienste und außergewöhnliche Leistungen für die internationale Zoll-Gemeinschaft.

Einmal im Jahr, zum Weltzolltag ehrt die WZO mit dem nicht alltäglichen Zertifikat verdiente Zöllner und Zöllnerinnen. In Gießen freut man sich über das dritte Mal in Folge über die Ehrung. Bundesweit wurde das Zertifikat in diesem Jahr anlässlich des Weltzolltages an dem die Staaten weltweit der Arbeit des Zolls für Bürger, Wirtschaft und Umwelt gedenken, nur 20 Mal an deutsche Zöllnerinnen und Zöllner verteilt.

In einer Online-Veranstaltung würdigte die Präsidentin der Generalzolldirektion, Colette Hercher am Donnerstag, die Verleihung und den erfolgreichen Einsatz von Bediensteten der deutschen Zollverwaltung.

Die Verleihung stand - wie auch der Weltzolltag - in diesem Jahr im Zeichen der »digitalen Transformation des Zolls«. Geehrt wurden Zöllner und Zöllnerinnen, die mit der Weiterentwicklung der Prozesse der digitalisierten Kommunikation und Arbeitserledigung besonders befasst waren.

Die Leiterin des Hauptzollamtes, Uta Ruge, überreichte das vom Generalsekretär der Weltzollorganisation, Kunio Mikuriya unterzeichnete »Certificate of Merit« im Gießener Hauptzollamt.

»Sie haben maßgebend dazu beigetragen, dass die deutsche Zollverwaltung die Herausforderungen durch den Brexit gut gemeistert hat«, so die Leiterin des Hauptzollamtes bei der Übergabe des Zertifikates.

Als Brexit-Beauftragter koordinierte Zollrechts-Fachmann Lauer das Zusammenwirken von verschiedenen Zolldienststellen von Frankfurt/Oder bis Köln, um durch sich verändernde Logistik-Ströme besondere, oftmals regional wechselnde Arbeitsspitzen abfangen zu können. Dabei setzt man auf die Optimierung der digitalen Zollabfertigung. IT-basierte Lösungen ermöglichen zudem einen flexibleren Personaleinsatz

»Der hohe Digitalisierungsgrad beim Zoll hat sich in der Pandemie als überaus funktionell und effizient erwiesen. Das gilt auch und besonders für die zusätzlichen Herausforderungen durch den Brexit«, sagt die Hauptzollamtsleiterin Uta Ruge.

Mit der umfassenden digitalen Vernetzung gelingt es, die Kapazitäten der Zollstellen bundesweit so zu nutzen, dass Waren ortsunabhängig weiterhin schnell und zuverlässig abgefertigt werden können. Diese positiven Effekte für Unternehmen und Bürger wird der Zoll mit einer weiteren konsequent verfolgten Digitalisierung noch verstärken. Damit entstehen für die Zollbediensteten gleichzeitig attraktive zukunftsgerichtete Arbeitsplätze.

Der Zoll bietet jährlich zum 1. August bundesweit Ausbildungsplätze für eine Ausbildung im mittleren und gehobenen Dienst an. Informationen unter www.zoll.de oder beim Hauptzollamt Gießen.

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