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Högels feiern Eiserne Hochzeit

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Tusnelda und Karl Heinz Högel sind heute seit 65 Jahren verheiratet. © privat

Laubach (red). Am 22. Dezember haben die Eheleute Karl Heinz und Tusnelda Högel geb. Lorper die Ehre, das seltene Fest der eisernen Hochzeit zu feiern. Kennen und lieben gelernt haben sie sich beim Abschlussball von der Tanzschule Schneidt. Schon nach kurzer Zeit war beiden klar, das der weitere Lebensweg nun ein gemeinsamer sein sollte,was dann am 22.

Dezember 1956 mit der Heir bekräftigt wurde.

Aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor. Der erste Sohn verstarb nach sechs Wochen, der zweite im 27. Lebensjahr. Die Tochter mit Ehemann und die Enkelin und der Enkel mit Ehemann und Ehefrau sowie vier Urenkel gehören zu weiteren Nachkommen.

1967 konnte in das mit viel Eigenleistung gebaute Haus in der Goethestraße in Laubach eingezogen werden. Hier wohnen sie nun mit der Enkelin mit Ehemann und den beiden Urenkeln Louana und Henry in familiärer Gemeinschaft, mit der Hoffnung, auch noch in fünf Jahren die Gnadenhochzeit zu erleben.

Der Jubilar wurde am 13. Januar 1934 geboren, drei Monate später verstarb seine Mutter. Somit wurde er zunächst, bis der Vater 1935 eine andere Frau heiratete, von der Großmutter versorgt. Nach dem Schulabschluss begann er ein Lehre als Maschinen- und Modellschlosser bei der Eisengießerei und Landmaschinen Fabrik W. Helwig (heute Fa. F. Winter). Mit einem Fernstudium in Gießereitechnik bildete er sich weiter und arbeitete bis zur Rente 1993 bei der Firma Winter in Laubach. 1947 erlernte er beim Musikverein Klarinette, später Trompete, Schlagzeug und zuletzt Tenorhorn, was er 2008 nach 60 aktiven Jahren wegen schwerer Krankheit beenden musste. Er ist seit 70 Jahren Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr.

Die Jubilarin wurde 16. März 1938 in Groß Hollettitz/Kreis Saaz Sudetenland geboren. Die Eltern hatten eine eigene große Hopfenlandwirtschaft mit eigener Dreschmaschine. Ihren Vater, der gleich 1939 zu den Soldaten musste und 1946 als Kriegsgefangener bei Lemberg verstarb, hat sie nur zwei mal bei einem Kurzurlaub kennen gelernt. 1946 wurde die Restfamilie vertrieben und sie kamen über Lauterbach nach Altenhain. Zwei Jahre arbeitete sie in einer Näherei in Schotten, danach über 25 Jahre bis zur Rente im Schulungsheim der BG Chemie. Häkeln, backen und Gartenarbeit zählten zu ihren Hobbys, was nun krankheitsbedingt nicht mehr möglich ist. Unterstützt von Ehemann, Pflegedienst und der Tochter nimmt sie noch regen Anteil am Alltag.

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