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Hoffnung auf Förderung vom Bund

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Kreis Gießen (red). Der Auenverbund Wetterau ist eines der ältesten Auenschutzgebiete Deutschlands, vielfach ausgezeichnet und »Hotspot« der Artenvielfalt in Hessen.

Seit 2017 arbeiten der Landkreis Gießen, der Wetteraukreis und der Main-Kinzig-Kreis zusammen und setzen sich für den Erhalt und die Entwicklung des über 13 000 Hektar großen Gebietes ein. Sie hatten beim Bundesamt für Naturschutz eine Projektskizze eingereicht, deren Ausführungen vielversprechend sind. Deswegen wurden die drei Landkreise nun aufgefordert, einen Antrag für das Bundesprogramm »Biologische Vielfalt« zu stellen. Christian Zuckermann (Grüne), Naturschutzdezernent im Landkreis Gießen, freut sich über den Erfolg der Bemühungen. »Gemeinsam möchten wir auch in den nächsten Jahren den Auenverbund konzeptionell, infrastrukturell und personell verstärken«, heißt es in einer Pressemitteilung. »Die Naturschutz-Experten der drei Landkreise nehmen dabei eine Vermittlerrolle zwischen den unterschiedlichen Akteursgruppen im Auenverbund ein. Denn ohne Idealisten und ehrenamtliche Aktive, die sich für den Artenschutz einsetzen, wären alle Bemühungen vergebens«, sagte er mit Blick auf die Zukunft des Gebiets.

Projektskizze wird konkretisiert

Die vorläufige Projektskizze, die der Auenverbund Wetterau eingereicht hat, deckt viele Handlungsfelder ab: Naturschutz, Landwirtschaft, Ehrenamt und die Anpassung an den Klimawandel. Nun steht eine Konkretisierung an, um demnächst einen ausgereiften Antrag einreichen zu können.

Aus diesem Anlass trafen sich die Akteure der beteiligten Landkreise sowie der Landschaftspflegeverbände im »Haus der Umwelt« des Wetteraukreises in Friedberg zu einem Workshop. Unter der Moderation von Markus Mayer vom Büro für Landschaftskonzepte (Schallstadt) wurden viele Fragen diskutiert.

Darunter zum Beispiel: »Wie kann der Auenverbund Wetterau fit für die Herausforderungen der Zukunft gemacht werden? Welche Maßnahmen helfen den im Auenverbund aktiven Menschen und vor allem den vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten?« Darüber hinaus standen auch Themen wie Sommertrockenheit, extreme Hochwasserereignisse und instabilere biologische Lebensgemeinschaften auf der Agenda. In ihrem eintägigen Workshop hat die Arbeitsgemeinschaft die Antragstellung für das »Programm für Biologische Vielfalt« des Bundes vorbereitet.

Planungen werden abgestimmt

Die bisherigen Ideen sehen zwei Schwerpunkte vor: eine intensive Beschäftigung mit den Arten und Nutzungen im Auenverbund, sowie eine Stärkung der Landwirtschaft und des ehrenamtlichen Naturschutzes. In den nächsten Monaten sollen die Planungen konkretisiert und mit den Akteuren in den drei Kreisen abgestimmt werden.

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