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Hohe Ehrung für Frank Werner

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Landrätin Anita Schneider überreicht Frank Werner das Bundesverdienstkreuz am Bande. © Wißner

Der ehemalige Flexografen-Obermeister der Bundesinnung, Frank Werner, aus Großen-Linden erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande

Linden (twi). Frank Werner aus Großen-Linden erhielt aus den Händen von Landrätin Anita Schneider das Bundesdienstkreuz am Bande. Erst zum vierten Mal während ihrer zwölfjährigen Amtszeit wurde Schneider nach eigenem Bekunden die Ehre zuteil »diese höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für die Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht« zu überreichen.

»Von Herzblut und Überzeugung getragen war und ist ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement für den Fortbestand, die Erweiterung und die Modernisierung des Handwerks des Flexografen oder anders ausgedrückt des Stempelmacher«, ging Schneider bei der Feierstunde im Alten Flughafen in Gießen auf den Werdegang und das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement von Werner ein. Dieser habe sein Wirken nicht nur auf seinen Beruf als Firmeninhaber und Unternehmensberater eingegrenzt, sondern sei auch in vielfältiger Weise für die Gesellschaft und vor allem die berufliche Bildung eingetreten. Dieses bürgerschaftliche Engagement habe vor 48 Jahren mit der erstmaligen Teilnahme an einer Jahrestagung der Bundesinnung für das Flexografen-Handwerk (BIF) begonnen. Hier wurde Werner 1993 für drei Jahre zum stellvertretenden Obermeister gewählt und hatte von 1996 bis 2013 die Funktion »ehrenamtlicher Obermeister der BIF« inne.

Gerade in seiner Zeit als Obermeister musste das Flexografen-Handwerk infolge des digitalen Wandels viele grundlegende Veränderungen vollziehen. »Aufgrund der sinkenden Betriebszahlen mussten zum Teil schwierige Entscheidungen und mutige Schritte vorbereitet und begleitet werden. Dazu gehörte die 2018 erfolgte Fusion der BIF und der Bundesinnung für das Siebdruckerhandwerk zur Bundesinnung Print- und Digitalmedienhandwerk (BPDH). Ihrem Engagement ist es mit zu verdanken, dass tragfähige Strukturen in der Selbstverwaltung geschaffen und die Ausbildung zum Flexografen im Rahmen des Ausbildungsganges Mediengestalter Digital und Print gesichert wurde«. Werner habe maßgeblich im BIF-Ausschuss zur Förderung der Berufsbildung am 2011 in Kraft getretenen neuen Berufsbild »Mediengestalter Flexografie« und an der 2013 umgesetzten neuen zeitgemäßen Satzung der Bundesinnung mitgewirkt. Darüber hinaus baute er einen BIF-Juniorenkreis auf.

Während seiner Zeit als Obermeister war er zudem Delegierter und Mitglied in den Gremien des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Bereits in den 80er-Jahren erfolgte die Wahl zum Vorstandsmitglied des Verbands Druck und Medien Hessen und die daraus resultierende Zugehörigkeit zur Vertreterversammlung des Bundesverbandes Druck und Medien, wo sich Werner besonders im Ausschuss Technik und Forschung einbrachte. Von 1999 bis 2016 gehörte er dem Prüfungsaufgaben-Erstellungsausschuss des Zentral-Fachausschusses Berufsbildung Druck und Medien (ZFA) für den Beruf des Flexografen/Mediengestalter Flexografie an.

Seit 1995 bis heute gehört er als Beisitzer dem Meisterprüfungsausschuss für das Flexografen-Handwerk der Handwerkskammer Wiesbaden an. Im Nachgang zur Aushändigung von Urkunde und Verdienstorden erklang die von den Trompetenspielern Gerhard »Mollo« Wagner und Gilbert Monter intonierte Nationalhymne. Bürgermeister Jörg König ging auf das Wirken des Geehrten in Linden ein. Werner war von 1984 bis 1990 Vorsitzender des TSV Großen-Linden, obwohl er nie Fußball gespielt hat. Er war 1997 bis 2016 Pächter der Feldjagd in Großen-Linden und hat sich für den Naturschutz eingesetzt. Nach seinen Dankesworten übergab Werner seiner Ehefrau eine goldene Rose Brigitte und dem Eingeständnis »Du kannst im Ehrenamt nur was tun, wenn Du Rückhalt hast«.

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