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»Ich war fürchterlich aufgeregt«

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Von: Petra A. Zielinski

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Corinna Krieger, Roman Poseck, Anja Hofmann und Volker Karger freuen sich mit den Erstklässlern über die Spenden und Malbuch. Foto: Zielinski © Zielinski

Hessens Justizminister Poseck erinnert sich in Grünberg an seine Einschulung.

Grünberg . Hohen Besuch gab es zum Schulanfang in Grünberg. »Ihr seid nicht allein auf Eurem Weg.« Das erklärte Prof. Dr. Roman Poseck den Erstklässlern und Erstklässlerinnen der Schule am Diebsturm. Der erst vor kurzem ernannte hessische Justizminister (CDU) war nicht mit leeren Händen nach Grimmich gekommen.

Neben Malbüchern mit Hessenlöwe und Stiften für die insgesamt 119 Schulanfänger(innen) in der Stadt hatte er auch für jede der fünf ersten Klassen sowie die Vorklasse eine Spende von 250 Euro im Gepäck.

In Gießen Jura studiert

Bereits seit 1999 erhalten jedes Jahr etwa 20 Grund- und weiterführende Schulen im Rahmen von Kabinetts-Schulbesuchen eine Zuwendung von der hessischen Landesregierung. Für Poseck, der aus Limburg kommt und in Gießen Jura studiert hat, war es eine besondere Freude, Schulleiterin Anja Hofmann und ihrer Stellvertreterin Corinna Krieger die Zuwendung zu überreichen.

»Ich kann mich noch genau an meine Einschulung erinnern«, erzählt der Minister. Furchtbar aufgeregt sei er gewesen, und der Gottesdienst sei ihm damals sehr lange vorgekommen. Auch, dass sein Vater - Schulleiter an einem Bonner Gymnasium - dabei war, weiß er noch. »Meine Mutter hatte damals eine fünfte Klasse übernommen und konnte nicht teilnehmen.«

Neues Kapitel startet jetzt

»Mit der ersten Klasse beginnt ein völlig neues Kapitel in Eurem Leben«, erklärte er den Mädchen und Jungen im Rahmen des Einschulungs-Gottesdienstes in der Grünberger Stadtkirche. »Schnell werdet Ihr erste Freundschaften schließen, schreiben und lesen lernen. Dabei helfen Euch nicht nur Lehrer und Eltern, sondern auch die älteren Kinder an Eurer Schule«, betonte Roman Poseck. Und: »An diesen Tag werdet Ihr Euch auch in vielen Jahren noch erinnern.« Er sei mit einer Grundschulrektorin verheiratet und wisse, wie viel Lehrer(innen) gerade in der heutigen Zeit leisten würden. »Ich wünsche Euch ein unbeschwertes Schuljahr. Wir in Wiesbaden werden uns auf jeden Fall bemühen, gute Bedingungen für Schulen zu schaffen«, versprach der Minister, der »zuständig für Gerichte und Gefängnisse« ist.

Darüber, dass die Einschulung in diesem Jahr wieder in feierlichem Rahmen stattfinden kann, freute sich Schulleiterin Anja Hofmann. »Das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr«, hob sie hervor. Im vergangenen Jahr habe die Einschulung Corona-bedingt noch auf dem Schulhof stattfinden müssen. »Ehrliches und offenes Arbeiten sind die Grundlage des Erfolgs«, unterstrich sie. »Am meisten liegt uns ein gutes Miteinander am Herzen.«

Während der ökumenischen Feier sprachen sowohl der katholische Pfarrer Ciprian Tiba als auch die evangelische Pfarrerin Cordula Michaelsen, die auch mit Kindern und Eltern das Lied »Er hält die ganze Welt in seiner Hand« sang. »Liebe macht den Anderen groß« gab sie den Familien mit auf den Weg. In »Weltraumanzügen« begrüßten Chorkinder aus der vierten Klasse die neuen Mitschüler und sorgten mit ihrem Lied für ein stimmungsvolles Ende des Gottesdienstes. Im Anschluss daran nahm Poseck die Gelegenheit wahr, sich die Schule am Diebsturm noch einmal genauer anzusehen. Schulleiterin Hofmann präsentierte dem Hessischen Justizminister unter anderem das Projekt zur Einrichtung eines neuen Bau- und Konstruktionsraumes, der die handwerklichen Fähigkeiten der Kinder stärken soll.

»Es ist beeindruckend, was für ein tolles Projekt die Schule aus Eigeninitiative gestartet hat«, freute er sich. Damit nehme die Schule über die hessischen Landesgrenzen hinaus eine Vorreiterrolle ein.

Poseck überzeugte sich, dass in der Grundschule am Diebs-turm ausschließlich digitale Tafeln verwendet werden. Ein neues Medienbildungskonzept unterstützt die Medienerziehung bereits ab der ersten Klasse. »Die Schulanfänger(innen) können sich auf eine moderne Schule mit hochengagierten Lehrkräften freuen«, unterstrich Poseck abschließend.

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Für zahllose Erstklässler begann am Dienstag der Ernst des Lebens. Stolz präsentieren diese Diebsturmschülerinnen ihre Schultüten. Ein »Zwerg« (unten rechts) muss noch ein wenig warten, bis es soweit ist Foto: Zielinksi © Zielinksi

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