Impfbrücke kommt an

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KREIS GIESSEN - (ww). Das hat gut geklappt, sagen die einen, allerdings gibt es welche, die nicht zum Zuge kamen und sich jetzt ärgern. Nachdem der Landkreis bereits am Samstagabend die Impfbrücke als Zusatzservice freigeschaltet hatte, waren 509 erste Impftermine mit Astrazeneca "innerhalb von wenigen Minuten" vergeben. Der zweite wird dann vor Ort im Impfzentrum Heuchelheim vereinbart.

Darüber informiert Louisa Wehlitz von der Kreispressestelle auf Anfrage des Anzeigers. Weitere Termine werden allerdings erst am kommenden Sonntag, 18. April, um acht Uhr freigeschaltet. Sie gelten dann für den Zeitraum ab dem Folgefreitag, 23. April, bis Freitag, 30. April.

Aufgrund von Trombose-Vorfällen wird das Vakzin des britisch-schwedischen Unternehmens derzeit nur für über 60-Jährige empfohlen. Die Gesundheitsminister des Bundes und der Länder hatten sich nach Expertenanhörungen für diese Einschränkung ausgesprochen. Auf einen Schlag wurden im Kreis 30 Prozent der AstraZeneca-Impftermine nicht mehr wahrgenommen und Impfstoff frei, teilte der Kreis bereits am Freitag mit und eröffnete das Anmeldungsportal Impfbrücke. Wer bereits im Landesportal als angehender Impfling angemeldet ist und zu den Priorisierungsgruppen eins und zwei gehört, kann so schneller an eine Impfung gelangen, allerdings nur mit Astrazeneca. Eigens dafür hat der Kreis das Portal eingerichtet.

Notwendig ist zuvor die Buchung über das Portal des Landkreises sowie als Nachweis im Impfzentrum müssen der Registrierungscode des Landes ebenso wie Personalausweis und eventuell weitere notwendige Bescheinigungen vorgewiesen werden. Ohne Nachweis ist eine Impfung nicht möglich.

Einer der ersten Nutznießer, ein 70-Jähriger aus der Stadt Gießen, hatte sich gleich einen der 509 Termine geschnappt und lobte am Dienstag ausdrücklich den Kreis. Ein anderer Leser unserer Zeitung zählte leider zu den Pechvögeln. Wie ihm wird es vielen weiteren gegen: "Wann werde ich geimpft? Angemeldet (Anm. der Red.: im Impfportal des Landes) bin ich schon lange", hieß es in einer E-Mail. Ein Alten-Busecker kontaktierte ebenfalls den Anzeiger. Er wird jetzt bei seinem Hausarzt geimpft und hatte den Termin im Landesportal für das Impfzentrum Heuchelheim zurückgeben wollen. Doch stattdessen flatterte ihm eine Terminbestätigung ins E-Mail-Postfach. Daraufhin wandte er sich an die Impflotsen des Kreises. Das empfahl auch Kreispressesprecher Dirk Wingender unseren Leserinnen und Lesern der entsprechenden Impfgruppen, die nicht online-affin sind.

Dem Impfportal Hessen ist deutlich zu entnehmen, dass Personen der Priorisierungsgruppe II sich zwar anmelden können, aber wegen der begrenzten Impfstoffmengen auf die automatisierte Terminvergabe warten müssen. Im Übrigen wird darüber informiert, dass im Verlauf des Anmeldeprozesses ein eigenes Passwort vergeben werden sollte. Damit kann der angehende Impfling seine Termine einsehen und diese eventuell absagen, wenn er an der Impfbrücke oder den Hausarzt-Impfungen kurzfristig teilnimmt.

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