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»Intelligentes« Licht

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Auch die Kleehofstraße in Espa wird bald eine LED-Beleuchtung bekommen. © Rieger

Espa erhält für rund 300 000 Euro LED-Straßenbeleuchtung

Langgöns (imr). In Espa wird die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt. Die Gemeinde setzt dies in Kooperation mit einer privaten Firma um, weil es seitens der Energieversorger keine Angebote gab.

Dabei gilt es, die umfangreichen Vorgaben der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes zu berücksichtigen und umzusetzen, das am 1. März 2022 in Kraft tritt. Espa ist der letzte Langgönser Ortsteil, dessen Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt wird. Die Kosten für die Umsetzung des Konzepts belaufen sich auf rund 300 000 Euro. Dafür gibt es eine digitalisierte Straßenbeleuchtung vom Feinsten, die »intelligent« ähnlich wie ein Bewegungsmelder, aber noch viel differenzierter funktionieren soll.

Aktuell kann die rund 60 Jahre alte Beleuchtung lediglich abends ein- und morgens ausgeschaltet werden. Zukünftig kann das Beleuchtungsniveau heruntergedimmt werden. Kommt ein Radfahrer, Fußgänger oder Auto, dann fährt die Anlage automatisch hoch.

Das radargestützte System ist in der Lage, Radfahrer, Fußgänger oder Autos zu unterscheiden und die Beleuchtung entsprechend zu schalten. Sie gilt als fledermausfreundlich. Zu den 80 Bestandsleuchten, die umgerüstet werden müssen, kommen 50 neue hinzu. Insgesamt gibt es dann 59 technische und 71 dekorative Leuchten. Die Kosten dafür liegen bei 75 000 Euro. Hinzu kommen Erdarbeiten, die mit 173 000 Euro zu Buche schlagen, die Digitalisierung kostet noch einmal 50 000 Euro extra. Obwohl rund 50 neue Masten hinzukommen, soll die Energieersparnis laut Aussagen der Planer bei 30 bis 40 Prozent liegen. Durch die neue Straßenbeleuchtung soll die Lichtverschmutzung eingedämmt werden, die Lichtfarbe wird dann maximal 3000 Kelvin betragen.

Ohne Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen wurde der Antrag der SPD, zukünftig bei allen politischen Entscheidungen Diversität mitzudenken. Der SPD-Antrag, sich mit der Bedeutung des neuen Bundesnaturschutzgesetzes für die Gemeinde Langgöns, den Konzessionsnehmer und den privaten Bereich zu beschäftigen, wurde in den Umwelt- und Verkehrsausschuss verwiesen.

Ein Vertreter des Energieversorgers Ovag soll dort referieren.

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