Irritation um Kunstprojekt vor Licher Kino Traumstern

  • schließen

LICH - (bj). Irritationen um ein in der Nacht auf Sonntag vor dem Traumstern-Kino initiiertes Kunstprojekt gab es in Lich. Bei dieser international orchestrierten Aktion unter dem Titel "Invisible Dances - Art after Lockdown" sind Tänzer ohne vorherige öffentliche Bekanntmachung nachts in Städten und Orten unterwegs, um Performances Covid-konform ohne Publikum zu starten.

Zwei dieser Tänzer waren nun vor dem Traumstern-Kino in Lich, wo sie eine Kreidespur hinterließen, die ihre Schrittfolgen nachzeichnete. "Schilder am Kino weisen auf die Tanzperformance hin, erklären und geben Inspiration", erklärt die beteiligte Tänzerin Ana Berkenhoff. Dennoch argwöhnten einige Anwohner offenbar, dass hier Sachbeschädigung und Vandalismus im Spiel gewesen sei. Auch die Polizei sei gerufen worden, berichtet Berkenhoff weiter. Zudem kam es in den sozialen Netzwerken zu Aufregung und Beschimpfungen, was Kinobetreiber Edgar A. Langer zu einer Richtigstellung veranlasste. Er klärte in einem Netz-Post sowie einer Pressenotiz über die Aktion auf, die mit den Kinobetreibern abgesprochen gewesen sei und auch in Bildern dokumentiert wurde. "Don't panic", bat Langer augenzwinkernd, der zudem darauf hinwies, dass die Zeichnungen auf dem Traumstern-Pflaster mit biologisch abbaubarer Kreide entstanden seien. Das Projekt "Invisible Dancers" (#invisibledances) findet seit September in vielen Städten auf der ganzen Welt statt, darunter in New York, London und Kapstadt. Es wird in Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern organisiert und aufgeführt. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.elisabethschilling.com/invisibledancesdeutsch/.

Das könnte Sie auch interessieren