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Jobcenter zieht mit allen 260 Mitarbeitern direkt an Bahnhof Gießen

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Von: Andreas Emmerich

KREIS GIESSEN - (ae). Alle 260 Mitarbeiter des Jobcenters Gießen ziehen um - vom Landratsamt an der Licher Straße in Gießen an den Gießener Bahnhof, bestätigte Jobcenter-Geschäftsführer Wolfgang Hofmann auf Anfrage. Im Bereich des alten Güterbahnhofs nahe dem bestehenden Parkhaus am Bahnhof zwischen Gleisen und Lahnstraße entsteht bald auf 7800 Quadratmetern Bruttogrundfläche ein fünfgeschossiger Neubau, in dem das Jobcenter im Januar 2019 den Betrieb aufnehmen will.

Entschieden haben das Geschäftsführung und Träger des Jobcenters. Das sind der Landkreis Gießen und die Agentur für Arbeit.

Gut erreichbar

Zu den Pluspunkten des gewählten Standortes zählt dessen zentrale Lage. Es ist kaum ein Punkt im Kreisgebiet denkbar, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser zu erreichen wäre. Das ist wichtig, weil die Aufgabe des Jobcenters Gießen die Betreuung der Langzeitarbeitslosen und Grundsicherungsbezieher ist, die nicht über ein eigenes Auto verfügen. Der Bewerber im Verfahren, der das S-förmige Gebäude erstellen wird, ist die "mittelhessische wohnen GmbH". Ihr Angebot war offenbar günstiger als das des Konkurrenten Revikon, der einen Standort im Gelände des früheren US-Depots angeboten hatte. Das Vorhaben am alten Güterbahnhof ist Teil eines Konzepts mit mehreren Optionen vom 100-Betten-Hotel bis zum Fernbusbahnhof in diesem Bereich der Stadt Gießen.

Platz im Landratsamt

Der Umzug des Jobcenters aus dem Landratsamt an der Automeile entlang der Licher Straße schafft dort nun reichlich Möglichkeiten. Nach Angaben von Kreissprecher Oliver Keßler ist geplant, dass die Stabsstelle Flüchtlingswesen sowie der Fachdienst Ausländer- und Personenstandswesen in Gebäude B untergebracht werden sollen. Das könnte im ersten Quartal 2019 sein, sollte das Jobcenter zum 31. Dezember 2018 ausziehen. Weiter sei geplant, dass der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz aus der Rodheimer Straße in Gießen an die Automeile zieht.

Ebenfalls an die Automeile zurückziehen soll der Fachdienst Abfallwirtschaft vom Telekom-Haus im Gewerbegebiet West im Januar und Februar 2019. Auch der Personal- und Gesamtpersonalrat sowie die Schwerbehinderten- und die Jugend-Auszubildendenvertretung sollen wieder Räumlichkeiten im Landratsamtskomplex an der Automeile erhalten, die in einem Gebäude und auf einem Flur sowie mit einem separaten Zugang versehen sind. Möglicher Zeitpunkt: Erstes Quartal 2019, sollte das Jobcenter zum 31. Dezember 2018 ausziehen.

Nach Ende aller Umzüge gibt es dann beim Landratsamt außerhalb des Kasernenkomplexes nur noch die Außenstelle des Jugendamtes in Grünberg und die Außenstelle der Zulassungsstelle in Laubach. Da das Jobcenter Untermieter an der Automeile ist, fallen künftig die Mieteinnahmen von jährlich rund 300 000 Euro weg. Dafür werden jedoch die Mietausgaben für die Fachdienste Abfallwirtschaft sowie Veterinärwesen von insgesamt jährlich rund 97 000 Euro eingespart.

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