Keine großen Überraschungen

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BIEBERTAL/HEUCHELHEIM/WETTENBERG - (jem). Seit Montag, Punkt 18 Uhr steht fest, wer für die Kommunalwahlen im März antreten wird – vorbehaltlich, dass der Wahlausschuss in der kommenden Woche positiv über die eingereichten Wahlvorschläge entscheidet. Für Biebertal, Heuchelheim und Wettenberg gibt es dabei keine großen Überraschungen. Einzig in Biebertal sind gleich zwei Neuigkeiten zu verkünden.

So wird mit der FDP neben den bereits vertretenen Freien Wählern, SPD, Grünen und CDU eine fünfte Fraktion antreten. Das gab Hauptamtsleiter Ralph Peter bekannt. Mit acht Kandidaten gehen die Liberalen in das Rennen. Spitzenkandidat wird Felix Koob sein.

Ganz neu ist die FDP nicht für die Biebertaler, schließlich war die Fraktion bereits im Parlament der Gemeinde vertreten. Bei der vergangenen Kommunalwahl traten die Liberalen jedoch nicht an, was vor allem daran lag, dass Erich Schneider, der bis dahin den Ortsverband leitete, schwer erkrankte.

Harald Scherer hat sich nun zur Aufgabe gemacht, den Ortsverband wieder auf die Beine zu stellen, wie er auf Nachfrage erklärt. Scherer war zuvor bereits von 2001 mit einer Unterbrechung bis 2017 Mitglied im Gießener Stadtparlament. Nach seinem Umzug nach Biebertal vor drei Jahren gab der Rechtsanwalt dieses Amt auf, ist aber weiterhin im Kreistag für seine Partei aktiv. Nun will er sich noch mehr in seiner neuen Heimat einbringen. „Wir wollen Politik aus zwei Blickwinkeln machen: Aus dem der Biebertaler und aus dem der Zugezogenen, der Neu-Biebertaler“, erklärt Scherer. Auch wolle man stärker das touristische Potenzial der Gemeinde in den Fokus nehmen. „Mit dem Hofgut Schmitte werden in den kommenden Jahren immer mehr Touristen kommen und die zahlreichen Highlights wie den Vetzberg, den Dünsberg oder auch den Gail’schen Park besuchen. Da ist es wichtig, sich jetzt verstärkt darauf vorzubereiten.“

Auch der Erhalt der Natur sei ihm wichtig, sodass sich auch die FDP gegen Windräder in Königsberg ausspricht. „Ich denke, es wäre gut für Biebertal, wenn die FDP wieder mitredet und auch einen neuen Blick auf Themen wirft“, so Scherer, der aber betont, dass er mit der Arbeit der Bürgermeisterin Patricia Ortmann (parteilos) zufrieden ist.

Ohne Veränderungen

Die zweite Neuerung in Biebertal – die aber bereits seit Sommer 2020 bekannt ist: Zum ersten Mal gibt es für die Ortsbeiräte keine Listen der einzelnen Parteien, sondern eine offene Liste. So war es nicht nur möglich, dass Parteimitglieder kandidieren, sondern auch fraktionslose Personen, die sich dennoch gerne für ihren Ort einsetzen wollen. Laut Ralph Peter wurden für jeden Biebertaler Ortsteil Personen gefunden, sodass es auch überall einen Ortsbeirat geben wird. Dies war bei der vergangenen Kommunalwahl für Vetzberg nicht der Fall, weshalb sich der Gemeindevorstand im Sommer auch zu dem Schritt der offenen Liste entschied.

In Heuchelheim und Wettenberg bleibt hingegen alles beim Alten. So können die Wähler im März in Heuchelheim laut Hauptamtsleiter Frank Stein aus sechs Listen wählen (CDU, SPD, Grüne, FDP, KWI, FW). In Wettenberg sind es laut Hauptamtsleiterin Carina Eichstädt ebenfalls die etablierten Fraktionen SPD, CDU, Grüne, FW und FDP.

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