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Kommunen sorgen vor

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Bürgermeister und Landrätin sprechen bereits über Energiesparmaßnahmen in den kommenden Monaten im Kreis.

Kreis Gießen (red/ww). Landrätin Anita Schneider plädiert für ein gemeinsames Vorgehen der Kreiskommunen, wenn es um Energieeinsparungen im Winter geht. Die Bürgermeisterdienstversammllung hat zum Thema bereits getagt, doch erst Anfang Oktober soll das weitere Vorgehen endgültig fixiert werden. In vielen Kommunen beraten derzeit noch die Gremien einzelne Punkte. Auch Unmut aus der Bevölkerung gibt es schon, gerade, wenn es um den Sport und das Duschen geht.

Innerhalb der Kreisverwaltung beschäftigt sich ein Verwaltungsstab mit der Situation eines drohenden Gasmangels.

Schul- und Sportdezernent Christopher Lipp regt ebenfalls an, bei den Schulliegenschaften und den kreiseigenen Sportstätten gemeinsam zu handeln. »Oberste Priorität hat für den Landkreis eine ausreichende Wärme- und Stromversorgung, um den Schul- und Sportbetrieb sicherstellen zu können«, betont Dezernent Lipp.

Heuchelheims Bürgermeister Lars Burkhard Steinz unterstützt als Sprecher der Bürgermeisterdienstversammlung des Landkreises das gemeinsame Vorgehen.

Hier zunächst Maßnahmen des Landkreises:

• Optimierung der Heizungsanlagen.

• Abstellen von Durchlauferhitzern (Ausnahmen: Behindertentoiletten und Wickelräume).

• Raumtemperatur für Klassenräumen liegt bei 20 Grad Celsius. Für die kreiseigenen Sporthallen ist eine Temperaturabsenkung vorgesehen (Weiterer Abstimmungsbedarf allerdings mit den Kommunen).

• Reduzierter Heizungsbetrieb zwischen den Jahren. Auch für die Verwaltungsgebäude wird dieses Vorgehen erwogen. Die notwendigen Dienstleistungen der Verwaltung werden sichergestellt.

• Nicht zwingend benötigte Elektrogeräte sollen außer Betrieb genommen werden.

• Nicht sicherheitsrelevante Außenbeleuchtung soll außerhalb der Nutzungszeiten außer Betrieb genommen werden. Weiterer Einsatz von energiesparenden LED-Leuchtmitteln, falls einfach möglich.

• Ausbau des Energiecontrollings, wöchentliche Ablesung der Hauptzähler.

• Sensibilisierungskampagnen: Durch Änderung des Nutzerverhaltens sind sehr große Einspareffekte zu erzielen. Korrektes Lüftungsverhalten (keine dauerhaft geöffneten oder dauerhaft gekippten Fenster) und das Ausschalten technischer Geräte nach Schul- und Dienstschluss.

Die Maßnahmen der Kommunen:

• Abschalten der Straßenbeleuchtung: Viele Kommunen erwägen ein Abschalten der Straßenbeleuchtung zwischen Mitternacht und dem frühen Morgen - hier sind technisch verschiedene Voraussetzungen zu berücksichtigen.

• Absenken der Temperatur in Hallen und Bürgerhäusern. Ein einheitliches Vorgehen ist angedacht. Für ein Abstellen von Warmwasser in Duschen sind unterschiedliche Voraussetzungen vor Ort zu berücksichtigen. Heizungen in Friedhofshallen sollen vielerorts lediglich im Frostschutz-Modus laufen.

• Reduzierter Betrieb der Verwaltungen: Viele Kommunen sehen ebenfalls eine Schließung der Rathäuser inklusive Bürgerbüros »zwischen den Jahren« vor - Notfall-Erreichbarkeit werde gewährleistet.

• (Teil-) Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung: Noch nicht einheitlich sind die Planungen für Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsbäume.

Viele Kommunen sehen jedoch vor, auf die Weihnachtsbeleuchtung ganzer Straßenzüge zu verzichten.

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