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Kraterweg-Entscheidung im Mai

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Die Kraterstraße im Krofdorfer Forst soll noch in diesem Jahr saniert werden. 2,1 Millionen Euro soll das kosten. Archivfoto: Friese © Katrina Friese

Bund, Land und Kreis investieren in diesem Jahr zwölf Millionen Euro in Straßen und Radwege.

Kreis Gießen (ww). Dass es im Straßenbau Bedarf gibt, aber das Salär begrenzt ist - jeder sieht es an den Abnutzungserscheinungen auf dem Weg zur Arbeit. Firmen verlangen mittlerweile von den hessischen Straßenmanagern bei aktuellen Projekten auch noch Nachschlag wegen der Energiepreise. Gussasphalt muss immerhin 200 Grad heiß zu den Baustellen transportiert werden. Dennoch wurde in diesem Jahr wieder ein stattliches Straßenerneuerungspaket für das Kreisgebiet geschnürt.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Baudezernent Christopher Lipp (CDU) stellte zusammen mit Vertretern von Hessen Mobil aus Marburg die Liste aller Vorhaben am Montag in einer Videopressekonferenz vor. Immerhin sind es zwölf Millionen Euro, die nur dieses Jahr allein verbaut werden.

Zwölf Maßnahmen aus dem Vorjahr warten noch auf ihre Fertigstellung und neun weitere sind auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen geplant. Auf der unteren Ebene werden vom Kreis 3,42 Millionen Euro an die Straßenmanager überwiesen, damit sie im Auftrag sanieren, aber auch für weitere 1,3 Millionen Euro Schadstellen beseitigen.

Die teuerste Maßnahme im Kreisgebiet startete erst vor ein paar Tagen. Die B 3 wird zwischen der Abfahrt Staufenberg Süd und der Abfahrt Lollar in beiden Richtungen saniert. Die Unterführung der Bundesstraßen-Auffahrt Staufenberg Süd gehört dazu wie auch die B3-Überführung zwischen Staufenberg und Lollar. Bei beiden Bauwerken geht es um Betoninstandsetzung. Die 1,6 Kilometer lange Strecke soll im Dezember 2022 fertiggestellt sein. Restarbeiten sind für 2023 vorgesehen. Kostenpunkt 5,6 Millionen Euro seitens des Bundes.

Die Ausgaben für einen vieldiskutierten Sanierungsabschnitt im Krofdorfer Forst bleiben beim Kreis hängen. Hier geht es um die Krater-Kreisstraße 394, die aus Gefährdungsgründen für Radfahrer bereits im Dezember des Vorjahres gesperrt werde musste. 2,1 Kilometer??? der sogenannten Waldhausstraße im Forst sollen für 2,4 Millionen Euro verbessert werden, erläuterte Lipp. Im Dezember war noch die Sprache von 2,1 Millionen Euro. Im Sanierungspaket ist die vieldiskutierte Strecke nicht enthalten, aus gutem Grund, erläuterte Lipp. Erst in der Mai-Sitzung des Kreistags soll darüber entschieden endgültig werden.

Einer schnellen Umsetzung in diesem Jahr stehe nichts entgegen. Aufgrund des Schwerlastverkehrs beim Rücken des Holzes würden zudem bestimmte Einmündungen erneuert. Im Gegenzug sollen die Anrainerkommunen Wettenberg und Lollar die Straßenlast vertraglich für die Zukunft übernehmen. Gespräche dazu seien schon weit gediehen, meinte Lipp.

Sollte die Kraterstraße instandgesetzt werden, würde der Kreis insgesamt 5,82 Millionen Euro??? ohne Schadensbeseitigung investieren.

Die zweitgrößte Baumaßnahme des Landkreises wird im Herbst anlaufen. Die Ortsdurchfahrt in Saasen wird für 1,9 Millionen Euro bis Ende 2023 auf fast 900 Metern Länge saniert. In Hungen-Langd werden für eine zeitgemäße Durchgangsstraße 870 000 Euro veranschlagt. Baubeginn ist für den Herbst anvisiert, ein Jahr sollen die Arbeiten andauern. Zu den Ausgaben des Kreises zählt auch die Ortsdurchfahrt Grünberg-Lumda. Hier kosten 330 Meter 650 000 Euro. Es wurde aber von den Hessen Mobil-Vertretern angedeutet, dass der Startzeitpunkt Mai nicht haltbar sein könnte, weil noch Förderungsbestätigungen fehlten.

Fertigstellung im April

Die Ortsdurchfahrt in Laubach-Gonterskirchen soll im April beendet sein, nach zwei Jahren. Das Land investiert hier 1,6 Millionen Euro. Der Radweg von Gießen-Wieseck nach Alten-Buseck, der bereits im vergangenen Jahr am Restaurant Irodion angefangen wurde, soll im November fertig werden. Auf 1,9 Kilometer werden 2,82 Millionen Euro seitens des Landes verbaut. Ein weiterer Teil des Lahntalradwegs wird in Lollar-Odenhausen im Bereich Röderheide angelegt.

Wer von der A480 nach Wettenberg Fahrtrichtung Heuchelheim/Biebertal abfährt, steht demnächst vor einer neuen Ampelanlage, auch mit neuer Schaltung. Zudem wird die Amphibienschutzanlage Wirtswiesen in Lich-Niederbessingen für 400 000 Euro saniert. Es werden zudem auf Strecken im Kreis Wegweiser und Schutzausstattung ausgetauscht. Kostenpunkt 250 000 Euro.

Letztlich investieren Bund und Land gemeinsam 8,6 Millionen Euro. Lipp erklärte, dass man Straßen und Radwegebau zukünftig mit Hessen Mobil gemeinsam steuern wolle. Dazu sei eine Stelle eines Tiefbauingenieurs in der Kreisverwaltung geschaffen worden. Er hoffe, dass diese Stelle noch in diesem Jahr besetzt werden könne.

Die Hessen Mobil-Vertreter Harald Mank und Henning Pötz, die an der Videokonferenz teilnahmen, machten den Verwaltungen ein Angebot. Sie wünschen sich, dass Kommunen bei anstehenden Baumaßnahmen in ihrem Zuständigkeitsbereich möglichst frühzeitig den Kontakt zu ihnen suchen, um auszuloten, was an Maßnahmen zusammenlegbar wäre.

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