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Künftig keine Orts-Inzidenzen mehr

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Kreis Gießen (red). Die Inzidenzen schießen durch die Decke, aber es zeichnet sich wohl ab, dass Omikron weniger Menschen auf die Intensivstationen bringt als ältere Corona-Varianten. Das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen verzichtet jedenfalls aus Kapazitätsgründem ab dem 1. Februar auf die Darstellung der Orts-Inzidenzen, wird aber weiterhin die Neuinfektionen pro Kommune im Kreis im Internet nennen.

In einer Pressemittteilung heißt es. dass die Darstellung im Internet der des Robert Koch-Instituts (RKI) angepasst wird. Weiterhin gebe es von Montag bis Freitag eine tagesaktuelle Veröffentlichung der Corona-Zahlen im Internet unter corona.lkgi.de. Diese werde künftig bereits vormittags erfolgen. Berücksichtigt würden dabei die Fallzahlen bis zum späteren Vorabend, die auch an das RKI gemeldet werden. Durch die derzeit sehr große Zahl von Neuinfektionen werden Befunde allerdings schon seit Langem täglich sehr viel länger bearbeitet und in Datenbanken eingepflegt. Durch die Omikron-Welle erreichten das Gesundheitsamt jeden Tag bis zu 1000 Befunde.

Veröffentlicht wird die Inzidenz des Landkreises laut RKI sowie die tagesaktuelle Zahl der Neuinfektionen für den Landkreis und deren Verteilung auf die einzelnen Kreiskommunen. Als Ergänzung dient die Zahl der Neuinfektionen der zurückliegenden sieben Tage - sowohl für den Landkreis als auch für jede Kommune.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner ist ohnehin für kleinere Kommunen ein Wert, der erheblich ausschlagen könne - hier reichten bereits sehr wenige Neuinfektionen für eine stark steigende Inzidenz.

Maßgeblich für die Darstellung der Corona-Lage sei die Zahl der Neuinfektionen. Diese ersetzt in der Darstellung künftig die Zahl der »aktiven Fälle« und der »Genesenen« - also der per PCR-Test nachweislich infizierten Personen in laufender Isolation und nach Ende der Isolation. Beide Werte könne das Gesundheitsamt aufgrund der stark steigenden Fallzahlen nicht mehr tagesaktuell ermitteln. Zumal aufgrund der angepassten Quarantäneregeln sich sehr viele Infizierte vorzeitig nach sieben Tagen freitesten könnten. Dazu reiche in den meisten Fällen der Nachweis eines Bürgertestcenters über einen negativen Antigen-Schnelltest aus, der dem Gesundheitsamt nachträglich zuzusenden ist. Das Austragen »aktiver Fälle« aus den Datenbanken nach unterschiedlichen Isolationszeiten könne derzeit nur zeitverzögert erfolgen. Montags werden die Fallzahlen des zurückliegenden Wochenendes wie gewohnt nachgetragen.

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