1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Kreis Gießen

Landkreis-Projekt gewinnt Preis

Erstellt:

gikrei_wwKleinjugendgere_4c
Staatsminister Axel Wintermeyer (an der Staffelei) ehrt die Zweitplatzierten des diesjährigen Demografie-Preises aus dem Kreis Gießen. Foto: Staatskanzlei © Staatskanzlei

Nicht ganz hat es gereicht, doch immerhin der zweite Platz im Wettbewerb »Hessischer Demografie-Preis« ging in den Kreis Gießen.

Kreis Gießen (red). Am Donnerstag hat der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, im Namen der Hessischen Landesregierung den mit insgesamt 24 000 Euro dotierten Hessischen Demografie-Preis verliehen. Bereits zum 13. Mal werden Initiativen geehrt, die sich den Herausforderungen des demografischen Wandels in ländlichen Regionen stellen.

Über 80 Projekte haben sich in diesem Jahr um den Hessischen Demografie-Preis beworben, von denen eine unabhängige Jury sechs nominiert hat. »Auf meiner Sommerreise habe ich diese persönlich besucht und kann sagen, dass alle sechs Projekte einen wichtigen Beitrag leisten, damit der ländliche Raum stark und attraktiv bleibt. Wo Menschen die Zukunft ihrer Umgebung selbst in die Hand nehmen, hat Heimat außerhalb der Ballungszentren und Städte eine Zukunft«, lobte der Demographiebeauftragte Wintermeyer die Preisträger.

Das Projekt »Jugendgerechte Städte und Gemeinden - jugendgerechter Landkreis Gießen« (Landkreis Gießen) teilt sich den zweiten Platz mit der Museumsbus Schwalm-Aue (Schwalm-Eder-Kreis). Sie erhalten jeweils 5000 Euro.

Mit dem Demografie-Preis zeichnet die Landesregierung seit 2010 jährlich Projekte und Initiativen aus, die dem demografischen Wandel mit innovativen und kreativen Ideen entgegenwirken. Eine unabhängige Jury mit Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, Kirche, Wirtschaft, Verbänden, Vereinen sowie der Hessischen Staatskanzlei hatte aus den eingegangenen 85 Bewerbungen die besten sechs ausgewählt.

Nach einer Präsentation der Projekte durch die Bewerberinnen und Bewerber legte die Jury die Preisträger fest. Bei der Preisvergabe sind die Kriterien Innovation, Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit der Projekte entscheidend.

Zum Projekt des Landkreises Gießen hieß es, es sei ein wichtiger Standortfaktor, wenn gerade die jüngere Generation in einer Region Wurzeln schlägt und diese zu ihrem Lebensort macht.

Jugendpolitik wird fest platziert

Im Landkreis Gießen soll eine jugendfreundliche Gesellschaft in allen Kommunen verankert und es sollen Mitgestaltungsmöglichkeiten für die junge Generation geschaffen werden. Seit der Kommunalwahl 2021 können daher Jugendbeauftragte als kommunale Mandatsträger gewählt werden. So wird Jugendpolitik in den Parlamenten fest platziert. Außerdem sollen im Rahmen der Kampagne »Jugend in die Wahllokale« Wahlhelfer gewonnen werden. Die Bürgermeister und Mandatsträger vor Ort wurden über das Projekt und das Anliegen, speziell die jüngere Generation für ein Engagement in den genannten Themenfeldern zu begeistern, informiert. Bei sehr vielen politisch Handelnden ist das Konzept unmittelbar auf Zustimmung gestoßen.

»Wenn es der jüngeren Generation Spaß macht, in Wahllokalen oder als Jugendbeauftragte mitzutun, leisten sie einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie sind aber auch Vorbild und Ansporn für andere Menschen in ihrer Altersklasse. Wenn hier eine Gemeinschaft entsteht, bleibt der Wohnort vielfach auch der Arbeitsort. Die Region wird gestärkt«, so Wintermeyer.

Auch interessant