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Landkreis reizt Digitalpakt-Fördermittel aus

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Kreis-Schuldezernent Christopher Lipp hat ehrgeizige Ziele. Die Schulvernetzung soll bis Ende 2023 im Kreis Gießen abgeschlossen sein

Kreis Gießen (twi) Ein Zahlenwerk zur Digitalausstattung der 53 Schulen im Landkreis Gießen legte Kreisschuldezernent und Erster Kreisbeigeordneter Christopher Lipp (CDU) in der Bau- und Schulausschusssitzung des Kreistags vor.

Zur Umsetzung des »Digitalpaktes Schule« teilte Lipp mit, das aktuell an den Schulen im Kreis 4186 PCs und mobile Endgeräte für den Unterricht zur Verfügung stehen. Zusätzlich sind 2926 mobile Endgeräte (iPads und Notebooks) im Einsatz. Insgesamt stehen an den Schulen im Landkreis Gießen somit 712 PC-Systeme zur Verfügung.

Wie Lipp ausführte, sollen noch in diesem Jahr weitere 1170 mobile iPads angeschafft werden und alle Schulen davon profitieren.

Die Gebäudevernetzung der Schulen sei in den vergangenen beiden Jahren sehr gut vorangeschritten. Sie liege aktuell bei 62 Prozent der kreiseigenen Schulen per Kabelverbindung (LAN) vor. Parallel werde die Anbindung an das Glasfasernetz durch die Deutsche Telekom vorangetrieben.

Eine einheitliche Nahfunk (Wlan)-Vernetzung in den Schulen wurde bisher wegen der noch ausstehenden Glasfaseranbindung vieler Schulstandorte nicht erreicht. Die Aktivierung der Glasfaseranschlüsse an allen kreiseigenen Schulen soll bis Ende 2022 realisiert werden. Aktuell werden in einem ersten Abschnitt sieben Gesamtschulen, eine Kreisberufsschule und vier Grund- und Förderschulen angebunden und in einem zweiten Abschnitt sollen die Clemens-Brentano-Europaschule Lollar und die Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim, die Kreisberufsschule in Gießen und 24 Grund- und Förderschulen bis Ende des Jahres ebenfalls angebunden werden.

Der Prozess der Standardisierung und Beschaffung von Hard-, Software und Vernetzung wurde ebenfalls vorangetrieben wie auch die Optimierung des IT-Supports.

Dieser ist aktuell durch sechs festangestellte IT-Techniker garantiert und wird mit der Unterstützung der IT-Beauftragten der Schulen erfolgreich umgesetzt. »Die Schulen müssen somit nicht mehr in Eigenverantwortung den umfangreichen und komplexen Bereich des IT-Managements an ihrer Schule führen«, so Lipp. Bei der Ausgabenplanung für die Jahre 2019 bis 2023 wurden Fördergelder des Digitalpakts Schule in Höhe von maximal 8,8 Millionen Euro berücksichtigt. »Der Landkreis Gießen wird damit sämtliche Fördergelder im Rahmen des Digitalpakts Schule abrufen. Ziel für die Jahre 2022 und 2023 sei die vollständige Gebäudevernetzung aller kreiseigenen Schulen, die Weiterentwicklung der Service- und Supportstrukturen, die flächendeckende Ausstattung aller Klassenräume mit digitaler Präsentationstechnik inklusive Wlan.

In den vergangenen zwei Jahren wurden rund 1,6 Millionen Euro aus den Fördermitteln des Digitalpaktes in die interne Gebäudevernetzung mittels Lan (lokales Netwerk) investiert.

Bei den 7112 zur Verfügung stehenden PC-Systemen handelt es sich um 4186 Computer, darunter 3305 PCs und Notebooks für Schülerinnen und Schüler, 561 PCs für Lehrkräfte und 320 PCs für das Verwaltungspersonal. Dabei werden 2641 an Grund-, 399 an Förder-, 3281 an Gesamt- und 791 an berufsbildenden Schulen eingesetzt. Hinzukommen noch 1632 mobile Endgeräte sowie 1294 Lehrer-Endgeräte.

In den kreiseigenen Schulen gibt es insgesamt 1162 pädagogisch genutzte Räume, davon sind insgesamt 782 Räume mit digitaler Präsentationstechnik ausgestattet, in denen sich 402 interaktive Boards oder Beamer befinden, davon 171 an Grund-, 55 an Förder-, 174 an Gesamt- und zwei an berufsbildenden Schulen. Die 380 digitalen Tafelsysteme verteilen sich auf 114 an Grund-, drei an Förder-, 248 an Gesamt- und 15 an berufsbildenden Schulen. Somit seien 67 Prozent aller pädagogisch genutzten Räume mit digitaler Präsentationstechnik ausgestattet.

Foto: Wißner

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