Landtagsvizepräsident besucht Heimatverein Allendorf/Lda.

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ALLENDORF/LDA - (dge). Gerade mal rund 100 Mitglieder zählt der Heimat- und Verkehrsverein Allendorf/Lda., sieben Euro kostet die Mitgliedschaft pro Jahr. Das hält den Verein jedoch nicht davon ab, ein großes Vorhaben zu stemmen. Die zum Heimatmuseum gehörige Remise ist städtisches Eigentum, wird aber derzeit vom Heimatverein saniert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht.

Entstehen soll hier der "Bürgertreff Allendorfer Altstadt".

Das ambitionierte Projekt wird mit rund 200 000 Euro veranschlagt. Rund 80 000 Euro sind an Fördermitteln vom Amt für den ländlichen Raum bewilligt, das deckt einen Teil der Kosten von rund 150 000 Euro für Maßnahmen wie Dämmung, Heizung, Fenster, Fußboden. Der Rest wird aus Vereinsmitteln bestritten. Beeindruckt von diesem Engagement zeigte sich Dr. Jörg-Uwe Hahn (FDP), Vizepräsident des Hessischen Landtags, der sich gemeinsam mit Dennis Pucher (FDP-Bundestagskandidat), Florian Kern (FDP-Kreisverband) und Konstantin Heck (FDP-Landesgeschäftsführer) sowie den Allendorfer Magistratsmitgliedern Reiner Placzko (BfA/FDP) und Helmut Wissner (Grüne) ein Bild vor Ort machte.

"Ich erinnere mich noch an meinen letzten Besuch hier. Das ist eine Weile her", so Hahn. Brunhilde Trenz, Vorsitzende des Heimatvereins, gab eine kleine Gedächtnisstütze und erklärte, dass der Landtagsvizepräsident 2007 für die Unterstützung des Museums den Goldenen Allendorfer Löwen erhalten habe. Nachdem die Erinnerungen aufgefrischt und ausgetauscht waren, überreichte Jörg-Uwe Hahn eine Spende in Höhe von 300 Euro. Trenz zeigte sich erfreut, dass Hahn sich für das Projekt Bürgertreff interessiere und es mit einem kleinen Obolus unterstützt.

Das Museum besteht seit über 40 Jahren und ist nach und nach erweitert worden. Zum gesamten Komplex gehört auch die gegenüberliegende Remise. Eigentlich für die Unterbringung landwirtschaftlicher Geräte konzipiert, wurde sie in der Vergangenheit doch gänzlich anders genutzt. Hier fanden Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, aber auch der "Mittagstisch für Alleinstehende und Senioren" statt. Es zeigte sich, dass die Ausstattung hierfür nicht gerade optimal war. "Im Winter zu kalt und zu dunkel, im Sommer zu heiß", fasste die Vorsitzende das Dilemma zusammen. Völlig unzureichend seien Dämmung, Heizung und Beleuchtung gewesen. Der Verein entschloss sich, die Remise energetisch aufzurüsten, um sie ganzjährig nutzen zu können. Dabei spielte es sicherlich auch eine Rolle, dass die Räume im Museumskeller selbst bei vielen Veranstaltungen "aus allen Nähten platzte". Neben den eingangs erwähnten Kosten von 150 000 Euro, kalkuliert man bei der Inneneinrichtung mit rund 30 000 Euro. "Diese Maßnahmen werden zwar bezuschusst, aber es verbleibt jedoch immer ein Eigenanteil für den Verein. Der barrierefreie Zugang kostet rund 10 000 Euro. Auch hierfür muss der Verein finanzielle Mittel aufbringen." Der Stadt entstünden keine Kosten für die Sanierungsmaßnahmen, doch sei man froh und dankbar, die ideelle Rückendeckung von Bürgermeister Thomas Benz und die des größten Teils der kommunalpolitischen Gruppen beziehungsweise Parteien zu haben - solle der Bürgertreff doch allen Allendorfern zugute kommen.

Besichtigungen des Museums mit anschließendem Gedankenaustausch im Bürgertreff, freie Treffen, Spielenachmittage, Vorträge, Filmvorführungen, Nutzung durch Vereine, Volkshochschulkurse und selbstverständlich der Mittagstisch für Alleinstehende und Senioren - beim Heimatverein hat man schon ziemlich genaue Vorstellungen einer zukünftigen - generationenübergreifenden - Nutzung der Remise. Sollten die Arbeiten bis dahin abgeschlossen sein, hat man den 3. Oktober für die Eröffnung anvisiert.

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