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Leckeren »Birnhoingk« gekocht

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Abwechselnd wird mal links und mal rechtsherum gerührt. Foto: Kultur- und Heimatkreis © Kultur- und Heimatkreis

Hüttenberg (red). Wenn es, wie in diesem Jahr, ausreichend Birnen gibt, bereiten die Mitglieder vom Kultur- und Heimatkreis Rechtenbach in ihrem Vereinshaus bei »Gottfried’s" in der Rechtenbacher Bergstraße 8 den von alters her geschätzten »Birnhoingk« zu.

Bei der Zubereitung im Kupferkessel verlassen sie sich auf ihr altes überliefertes Rezept.

Die geernteten Birnen werden in geselliger Runde geschält, geviertelt und entkernt. Wenn der Kessel angeheizt ist und die Birnenstücke auf den Kesselboden sinken, muss mit dem Rühren angefangen werden. Und das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, denn das Mus darf keinesfalls auf dem Kesselboden anbrennen. Je nach Reifegrad der Birnen müssen sich zwei Frauen die stundenlange und anstrengende Arbeit am »Hoingkroirer« teilen. Die eine rührt rechts rum, und die andere entgegengesetzt, schön im Takt und unentwegt, und regelmäßig wird sich beim Rühren abgelöst.

So manche Geschichte kommt so beim Rühren unter die Leut«- auch das war schon immer so. Ist der Hoingk fertig gekocht, wird er in Marmeladegläser mit Schraubdeckel gefüllt.

Auch bei »Weihnachten bei Gottfried´s« am 1. Advent ist Gelegenheit, den köstlichen Brotaufstrich zu erwerben.

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