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LED-Straßenleuchten werden früher gedimmt

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Kreis Gießen (red). Bisher wurde die Leistung der meisten Straßenleuchten in den vom Energieversorger Ovag versorgten Kommunen gegen 22 Uhr reduziert. Die Ovag hatte all ihren kommunalen Kunden nun vorgeschlagen, dies Leistung bereits ab 20 Uhr zu reduzieren, um die Energieeinsparungen noch weiter zu steigern. Umgesetzt ist die Maßnahme bereits, heißt es in einer Presseerklärung, Im Kreisgebiet dimmen die Städte und Gemeinden Grünberg, Hungen, Langgöns (teils), Laubach, Lich, Linden, Pohlheim (teil) und Reiskirchen.

Für die Kommunen selbst fallen keine Aufwendungen für die Umstellung der Schaltung an. Die Kosten für die Vorbereitung und Umsetzung übernimmt die Ovag, die Einsparungen werden selbstverständlich an die Kommunen weitergegeben. Dabei sparten zahlreiche Kommunen durch die großangelegte LED-Initiative der Ovag bereits in den Jahren 2012 bis 2014 große Mengen Energie und damit auch Kosten. In dieser Zeit wurden so bereits rund 52 00 konventionelle Leuchten auf LED-Technik umgerüstet. Damit sei eine dauerhafte Energieeinsparung von durchschnittlich 70 Prozent erreicht. Die nun vorverlegte Leistungsreduzierung werde zusätzlich helfen, den bereits deutlich reduzierten Verbrauch nochmals um rund zehn Prozent zu senken.

»In den vergangenen Wochen und Monaten haben uns vermehrt Anfragen unserer Vertragskommunen, für die wir die Straßenbeleuchtung betreiben, zu diesem Thema erreicht. Insbesondere wurde die Frage gestellt, ob es möglich wäre, den Beginn der Leistungsreduzierung, die sogenannte Halbnachtschaltung, zeitlich vorzuverlegen«, berichten die beiden Ovag-Vorstände Joachim Arnold und Oswin Veith. Dem vorausgegangen sei ein entsprechender Aufruf des Hessischen Städte- und Gemeindebundes. »Bei den Überlegungen zur vorverlegten Leistungsreduzierung hat natürlich nicht nur die Frage nach dem Einsparpotenzial eine Rolle gespielt, sondern auch die der Verkehrssicherheit und der technischen Möglichkeiten«, meint Arnold.

Denn eine individuelle Änderung der Schaltzeiten in einzelnen Kommunen hätte den Austausch sämtlicher Rundsteuerempfänger in den jeweiligen Kommunen zur Folge gehabt, insgesamt etwa 2000 Stück. »Dieser Umbau wäre kurzfristig weder technisch noch von der Beschaffung der großen Zahl an Rundsteuerempfängern realisierbar und mit hohen Kosten für die Kommunen verbunden gewesen«, sagt Veith. Deshalb wurde von der Ovag die schnell umsetzbarer Alternative vorgeschlagen, das gesamte Versorgungsgebiet und damit alle Kommunen auf eine einheitliche frühere Schaltzeit umzustellen.

Beide Vorstände weisen darauf hin, dass jene Kommunen, die ihre Straßenbeleuchtung bereits auf LED-Technik umgestellt haben, seitdem deutlich weniger Energie verbrauchen als Kommunen mit herkömmlicher Beleuchtung. Würden, wie in vielen Kommunen noch üblich, die dort noch eingesetzten konventionellen Leuchten in den Nachtstunden vollständig abgeschaltet, wäre deren Verbrauch noch immer deutlich höher als der Verbrauch einer Kommune, die Ovag-LED-Technik verwendet und reduziert beleuchtet.

Umrüstung empfohlen

Laut dem hessischen Wirtschaftsministerium entfallen rund 50 Prozent der Stromkosten einer Kommune auf die Straßenbeleuchtung, sofern diese noch mit konventionellen Leuchten betrieben wird. Die Umrüstung auf LED-Technik wird empfohlen

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