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Leichte und anspruchsvolle Musik für guten Zweck

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Danill Pereplesin (Saxofon) und seine Mutter Diana Skoropad (Klavier) spielten einen Walzer von Chopin. © Blöcher-Weil

Hüttenberg (jowe). Es war ein Samstagabend in den Hüttenberger Bürgerstuben, der gut tat. Das Benefizkonzert zugunsten der Ukraine, welches einen Erlös von 2600 Euro erzielte, zeigte nicht nur, wie schnell die Hüttenberger in der Lage sind, unbürokratisch zu helfen. Die Darbietungen und Moderationen verdeutlichten auch, wie nah und greifbar die weltpolitische Lage gerade ist und wie Musik dabei helfen kann, das Erlebte zu verarbeiten.

Drei Hüttenberger Chöre plus einige hochkarätige ukrainische Künstlerinnen und Künstler waren ein gute Mischung für einen Abend mit leichter, aber auch anspruchsvoller Musik. Alles diente dem guten Zweck: Sowohl der Verkauf der Getränke als auch die Versteigerung von drei Trikots des TV Hüttenberg in der Halbzeit flossen in den Gesamtbeitrag ein, mit dem die Hüttenberger Vereine die Menschen in der Ukraine unterstützen wollen.

Der Vorsitzende des Gesangvereins Frohsinn Klaus Kummer und Chorleiter Jochen Stankewitz hatten die Idee, trommelten die Protagonisten zusammen und konnten ein gut gefülltes Bürgerhaus begrüßen.

Den Auftakt macht der Chor »Frauentöne Hüttenberg« unter der Leitung von Theresa Heinz. Thematisch zur weltpolitischen Lage passend war der Beitrag »Die Gedanken sind frei«, der »Irische Reisesegen« bat um Gottes Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. Spätestens beim Lied »Marmor, Stein und Eisen bricht« hatten die Musikerinnen die Zuhörer animiert, mitzusingen.

Auf den Frauenchor folgte der stimmgewaltige Männergesangverein Frohsinn, der von Jochen Stankewitz dirigiert wurde. Bei dem Beitrag »Unter der Linde«, dem »Torgauer« und »Benia Calastoria« fühlten sich die Besucher der Natur ganz nahe.

Chopin in einer Saxofonversion

Die Chorleiterin des Frauenchors Theresa Heinz berichtete im Anschluss von ihrer eigenen Betroffenheit und dass sie auch zwei Frauen mit ihren Kindern aus der Ukraine aufgenommen habe. Diese brachten zunächst im Duett an Klavier und Gesang ein ukrainisches Volkslied zu Gehör. Wie sich ein Walzer von Chopin auf dem Saxofon mit Klavierbegleitung anhört, machte der ukrainische Nachwuchsmusiker Danill Pereplesin mit seiner Mutter deutlich und erntete dafür tosenden Beifall.

Theresa Heinz mit ihrer Formation »Liedschatten und Bärte« war es dann auch vorbehalten, den zweiten Teil des Konzerts zu eröffnen. Mit populären Liedern von Hubert von Goisern und Max Giesinger sowie »Lean on me« und »Hit the road jack« sorgte die gemischte Formation für Entzücken. Danach waren wieder die ukrainischen Musiker am Zug: Zunächst mit Saxofon und Klavier. Danach brachten sie, ergänzt um Theresa Heinz und einer ihrer Musikerkolleginnen, gemeinsam ein ukrainisches Volkslied dar und zeigten, wie Völkerverständigung aussehen kann.

Höhepunkt des zweiten Frohsinn-Auftritts war das »Halleluja« von Leonard Cohen. Der Schlusspunkt war dann wieder den ukrainischen Musikern vorbehalten, mit einem Lied, das ihrem Land gewidmet war.

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Skoropad begleitete auch die Sängerin Lina Tarasenko. © Johannes Blöcher-Weil

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