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Leihradsystem im Kreis wird ausgeweitet

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Kreis Gießen (red). Der Landkreis Gießen erweitert das Pilotprojekt Leihradsystem in Zusammenarbeit mit dem Anbieter Nextbike und gemeinsam mit den Städten Pohlheim, Lich und Hungen. Die Aktion ist zeitlich befristet bis zum Ende des kreisweiten Stadtradelns am 3. Juni.

Pilotprojekt bis 3. Juni

»Aktuell werden die Leihräder an den drei Leihradstationen des Landkreises in der Stadt Gießen so stark genutzt wie nie zuvor«, erklärt der Verkehrsdezernent des Landkreises, Christian Zuckermann. Weil der Radverkehr im Alltag auch in ländlichen Gebieten eine immer größere Rolle spiele, werde das Leihradsystem nun probeweise ausgeweitet. Damit sollen möglichst viele Menschen dazu motiviert werden, das Angebot zu testen. Darin sind sich Zuckermann sowie die Bürgermeister Andreas Ruck (Pohlheim), Dr. Julien Neubert (Lich) und Rainer Wengorsch (Hungen) einig.

120 Minuten kosten nichts

Nextbike stellt dazu 60 Räder bereit und richtet 15 Stationen ein, an denen die Räder abgeholt und zurückgebracht werden können. In Pohlheim wird es sechs, in Lich fünf und in Hungen vier Stationen geben, an denen zunächst jeweils vier Räder platziert werden. 120 Freiminuten lang kann kostenlos geradelt werden.

Und so funktioniert das Ganze: Auf den Leihrädern ist ein QR-Code zu finden, über den die Nextbike-App heruntergeladen werden kann.

Dort können unter Angabe des Codes »StadtradelnLKGI« 120 Freiminuten abgerufen werden. Diese gelten für den gesamten Zeitraum des Pilotprojekts. Anschließend kann zum regulären Tarif von einem Euro pro 15 Minuten (max. 15 Euro pro 24 Stunden) weitergeradelt werden.

Studierende der Justus-Liebig-Universität und der Technischen Hochschule Mittelhessen können die Leihräder zu denselben Konditionen wie in der Stadt Gießen nutzen.

Zum Schluss soll anhand der Nutzerzahlen über ein Fortbestehen oder eine eventuelle Ausweitung eines Leihradsystems im Landkreis Gießen beraten werden.

Zwei Kommunen nicht dabei

Nur Grünberg und Reiskirchen sind beim erstmals kreisweiten Stadtradeln nicht dabei.

Anhand von Zahlen unter der Internetadresse www.stadtradeln.de/landkreis-giessen lässt sich herausfinden, dass bisher nur ein Sechstel der Kommunalpolitiker in den beteiligten Kommunen auf dem Rad im Rahmen der Aktion unterwegs sind. Im Kreis haben sich 4654 Menschen zum Stadtradeln angemeldet, von denen aber nur 3149 Kilometer eingetragen haben. Bisher wurden bereits 28 Tonnen Kohlendioxidausstoss im Kreis vermieden, heißt es im Internet.

An der deutschlandweiten Aktion nehmen 2355 Kommunen von den etwa 11 000 Städten und Kommunen teil.

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