Linden wird eine der hessischen Klimakommunen

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LINDEN - (ww). Der Finanzausschuss um Axel Globuschütz tagte zum ersten Mal im Jugendzentrum im "Funpark" in Großen-Linden. Es hatte Kritik von Schulen und Sportvereinen gegeben, dass die Stadthalle bei Sitzungen gleich zwei Tage für andere Aktivitäten geschlossen sei. Daraufhin wurden Ausweichquartiere gesucht wie die Volkshalle, in der der Bauausschuss kürzlich tagte.

König erklärte allerdings in einer Sitzung, dass in der Stadthalle wegen des Publikums unter Pandemie-Bedingungen weiterhin die Stadtverordnetenversammlung stattfinden werde. Vor Corona wurden die Sitzungen immer in einem kleinen Saal der "Ratsstuben", die ein Teil der Stadthalle sind, abgehalten.

Die Premiere im Jugendzentrum im "Funpark" in Großen-Linden war eine rauchige. Ein Jugendlicher schaute herein und vermeldete den Finanzausschussmitgliedern einen brennenden Aschenbecher vor der Tür. Die städtische Bedienstete Tanja Arnold nahm beherzt die Wasserflasche in die Hand, denn es rauchte vorerst nur. Die Verwaltungsmitarbeiterin verhinderte damit Flammen. Stadtverordnetenvorsteher Fabian Wedemann (CDU), der auch an der Sitzung teilnahm, lobte im Nachgang den jungen Mann, der den Qualm meldete. Nicht jeder junge Mensch traue sich, einfach so eine Sitzung zu unterbrechen.

Nachdem sich der Gestank angekokelter Zigarettenstummel im Innenraum verzogen hatte, gab es noch etwas zu lachen. Nachdem der Magis-tratsantrag zur Gewährung einer Bürgschaft zunächst keine Gegenliebe fand, stellte der Erste Stadtrat Harald Liebermann (CDU) einen weiteren des obersten Verwaltungsgremiums vor, und meinte vorsichtig, dass er hoffe, jedenfalls mit diesem Anklang zu finden. Hier ging es um Linden als Klimakommune. "Der hat echt Chancen durchzugehen", lachte Dr. Christof Schütz von den Grünen und behielt recht. Dafür gab es ein einstimmiges Votum. Linden will sich verpflichten, bis 2035 klimaneutral zu werden und erhält im Gegenzug vom Land höhere Fördermittel für Projekte in diesem Bereich. Der neue Klimamanager Michael Kauer stellte eines vor, die Beauftragung einer Starkregenanalyse, die letztlich wegen der Zuschüsse nichts koste.

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