Linke verärgert über Vergleich zu Firmen

Linden (red). Meric Uludag von der Partei »Die Linke« äußert sich in einer Pressemitteilung zur Stellungnahme der Stadt Linden zu einem Brief des Elternbeirates der Kindertagesstätte Obergasse. Nachdem die Stadt Linden jegliche Kritik des Elternbeirates von sich weise, mache sich große Empörung bei den »Linken« breit. Insbesondere sei man verärgert über den Vergleich zu Firmen, die bei Personalausfall auch nicht funktionieren könnten.

»Wir sprechen hier von Kindertagesstätten und nicht von irgendwelchen Firmen. Das ist kommunale Daseinsvorsorge«, so der Linken-Stadtverordnete Uludag. »Die Stadt ist sich keiner Pflicht bewusst, aber dafür seit eh und je Weltmeister darin, alle Kritik von sich zu weisen.« Natürlich sei der Fachkräftemangel nicht nur in Linden ein Problem und die Ursache sei auch nicht kommunalpolitisch zu lösen: »Mit dem ›Gute-Kita-Gesetz‹ möchte der Bund von 2019 bis 2022 mit 5,5 Milliarden Euro die Qualität der Kita-Betreuung verbessern. Das ist zu wenig. Der Verteidigungshaushalt betrug vergleichsweise allein 2020 mehr als 45 Milliarden Euro«, so Uludag.

Gesamtelternbeirat

Zudem sei es wichtig, möglichst bald den Antrag der Linken über die Schaffung eines Gesamtelternbeirates zu beschließen und somit der Elternschaft eine autonom organisierte Vertretung zu ermöglichen. »Zumindest über Transparenz und Kommunikation braucht man sich dann keine Gedanken mehr zu machen«, betont Uludag abschließend.

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