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Lohnende Kooperation

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Schüler der Aliceschule mit Abfalldezernent Christian Zuckermann (r.), dem Leiter der Fachschule für Sozialwesen an der Aliceschule, Joachim Hofmann (2.v.r.), die betreuenden Lehrkräfte Cornelia Schäfer (3.v.r.) und Stefan Fuhrmann (2.v.l.) sowie Benjamin Habenicht (l.) vom Fachdienst Abfallwirtschaft. © Landkreis Gießen

Landkreis Gießen und Aliceschule arbeiten künftig im Bereich Umweltbildung zusammen.

Kreis Gießen (red). Wie und von wem lernen Kinder, Abfall richtig zu trennen und Müll zu vermeiden? Ein effektiver Weg, jungen Menschen grundlegende Bereiche der Umweltbildung beizubringen, ist, das pädagogische Personal in Kitas und Schulen entsprechend auszubilden.

Der Landkreis und die Aliceschule Gießen haben deswegen eine Kooperation geschlossen, in deren Rahmen angehenden Erzieherinnen und Erziehern anschaulich und praxisnah Wissen aus den Bereichen Abfalltrennung und Abfallvermeidung vermittelt wird. Jetzt fand die erste Veranstaltung dieser Reihe statt.

Benjamin Habenicht, Abfallberater des Landkreises, vermittelte in drei Themenblöcken die gesetzliche Grundlage, das sogenannte Kreislaufwirtschaftsgesetz. Zudem die Wege des Wertstoffrecyclings und der Abfallentsorgung im Landkreis und der Stadt Gießen. Darüber hinaus gab er Anregungen zur pädagogischen Umsetzung der Abfalltrennung in den Einrichtungen zur Kinderbetreuung. Denn dort sollen Kinder früh für diese Themen sensibilisiert werden und lernen, wie man mit Abfall im Alltag verantwortungsvoll umgeht.

Umweltbildung ist eine der Aufgaben, die der Fachdienst Abfallwirtschaft für den Landkreis Gießen wahrnimmt. Christian Zuckermann als zuständiger Dezernent für Abfallwirtschaft beim Landkreis Gießen erklärt: »Wir haben überlegt, wie wir die wichtigen Nachhaltigkeitsthemen Abfallvermeidung und Abfalltrennung mit begrenzten personellen Ressourcen breit an die Kinder und Jugendlichen im Landkreis vermitteln können. Die Kooperation mit der Aliceschule und die Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ist dafür der richtige Weg.« Dass die Gemeinschaftsarbeit mit der Aliceschule als Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik schnell und unbürokratisch entstehen konnte, sei eine großartige Sache. Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher tragen zukünftig den Themenkomplex Abfall in die Einrichtungen und vermitteln den Mädchen und Jungen grundlegende Zusammenhänge. Ein zusätzlicher Baustein der Umweltbildung, die der Landkreis betreibt. Bisher geschah dies in erster Linie über Infomaterialien und Beratung oder das Angebot einzelner Kurse vorrangig in Grundschulen. Nun kann der Landkreis seinen Bildungsauftrag erweitern.

Seitens der Aliceschule wird die Kooperation von den Lehrkräften Cornelia Schäfer und Stefan Fuhrmann betreut. Sie werden nach den Vorträgen des Abfallberaters dafür sorgen, dass das Gelernte in Projekteinheiten in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung umgesetzt wird. »Es liegt uns viel daran, den Schülerinnen und Schülern Nachhaltigkeitsthemen zu vermitteln und ich bin sicher, dass sie von den Informationen aus erster Hand profitieren werden«, betont Joachim Hofmann als Abteilungsleiter der Fachschule für Sozialwesen. Ein Vorteil, den der Referent von der Abfallwirtschaft mitbringt: Der Stand der Informationen ist stets aktuell, weil Benjamin Habenicht beim Landkreis beschäftigt ist und von Änderungen sofort erfährt.

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