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Willkommen und Abschied (v.l.): Uwe Müller, Stefan Ambraß, Markus Obach, Rolf Krämer und Marius Reusch.

Förster verabschiedet

Markus Obach übernimmt für Rolf Krämer in Langgöns

Förster Rolf Krämer verändert sich beruflich nach Südhessen, wo er die Revierleitung im Forstamt Lampertheim übernimmt. Von dort war er vor knapp neun Jahren nach Langgöns gekommen.

Langgöns (imr). Förster Rolf Krämer wurde in Langgöns verabschiedet, sein Nachfolger Markus Obach begrüßt. »Ich bin sehr froh, dass dieser Wechsel nahtlos geklappt hat, das schätzen wir sehr«, sagte der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch im Rahmen eines offiziellen »Übergabetermins« im Rathaus. Dabei waren auch Stefan Ambraß, Leiter des für Langgöns zuständigen Forstamtes Wetzlar und Uwe Müller, Umweltberater der Gemeinde Langgöns.

Rolf Krämer verändert sich beruflich nach Südhessen, wo er ab dem 10. Januar die Revierleitung im Forstamt Lampertheim übernimmt. Aus genau diesem Forstamt war er vor knapp neun Jahren, im März 2013, nach Langgöns gekommen. Krämer bilanzierte rückblickend: »Positiv war, dass mir der Wald hier sehr gut gefallen hat, besonders, weil er sehr heterogen ist. In jedem Ortsteil sieht er ein bisschen anders aus, das war aus forstlicher Sicht sehr interessant.« Die Zusammenarbeit mit den Bürgern sei gut gewesen, »es gibt hier eine nette Bevölkerung und ein schönes Miteinander«, lobte Rolf Krämer. Zu den negativen Aspekten zählte der Förster die Trockenheitskatastrophe und deren Folgeschäden in den vergangenen Jahren. Uwe Müller dankte Krämer für die »sehr gute und angenehme Zusammenarbeit«. Er betonte: »Bei Problemen genügte ein Anruf, und er hat sich gekümmert.«

Ganz besonders würdigte Marius Reusch die Baumspendenaktion, die von der Langgönser Klimaschutzmanagerin Susanne Müller 2019 initiiert worden war. Hier habe Krämer wesentlich zum Erfolg mit beigetragen. Inzwischen seien fast 15 000 Bäume zur Wiederaufforstung gepflanzt worden. Zukünftig seien auch Aktionen mit Schulklassen geplant, informierte Marius Reusch.

Markus Obach ist der kommissarische Nachfolger von Rolf Krämer. Er ist seit Oktober 2021 im Forstamt Wetzlar, wo er als »Funktionsbeschäftigter Technische Produktion« eingesetzt ist und damit in allen Revieren unter anderem dafür zuständig ist, dass der Maschinenpark reibungslos funktioniert. »Es war jedoch von Anfang an klar, dass Markus Obach das Langgönser Revier kommissarisch, also übergangsweise, leiten wird und wir haben die Übergabe vom ersten Tag an vorbereitet«, berichtete Stefan Ambraß. Der 39-jährige Obach, der sich selbst als »eingefleischten Nordhesse« bezeichnet, hat in Göttingen Forstwirtschaft studiert und anschließend vier Jahre ein Revier in Rüdesheim geleitet. Achteinhalb Jahre arbeitete er in seinem »Heimatforstamt« Melsungen im Innendienst, »ich wollte aber wieder raus ins Revier«, bekennt er. Deshalb bewarb er sich auf die Stelle im Forstamt Wetzlar. Inzwischen wohnt er mit seiner Ehefrau und den beiden Kindern in Weilburg, wo sich die Familie einen Bauernhof gekauft hat.

Hündin Bella stets mit dabei

Was wäre ein Förster ohne seinen Hund? Auch hier gibt es einen fließenden Übergang: Bei Waldgängen immer an der Seite von Markus Obach ist seine Hündin Bella. Sie tritt die Nachfolge von Rolf Krämers Rüden Basil an. In das demnächst freiwerdende Forsthaus in Cleeberg, wo sein Vorgänger wohnte, wird Markus Obach aber nicht ziehen, schließlich ist fest geplant, dass er das Langgönser Revier nur vorübergehend betreuen wird.

Was plant der neue Revierleiter als erstes? »Aktuell steht der Wintereinschlag an, danach wird es eine umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahme geben, die wir straßenbegleitend machen. Dabei werden wir die durch die Trockenheit der vergangenen Jahre geschädigten Bäume entfernen müssen.« Parallel laufen die Wiederaufforstungsmaßnahmen weiter, ebenso wie die Spendenaktion der Gemeinde »Bäume für den Klimaschutz«: Zehn Euro kostet dort ein Bäumchen inklusive dessen Pflege. Dazu werden Spenden auf die Gemeinde-Konten unter dem Stichwort »Aktion Bäume für den Klimaschutz« erbeten (Quittung ab 50 Euro): Sparkasse Gießen, IBAN: DE 56 5135 0025 0244 0032 03, Volksbank Mittelhessen, IBAN: DE 45 5139 0000 0015 7412 01 und Sparkasse Wetzlar, IBAN: DE 33 5155 0035 0000 0002 16.

Die Sprechstunde des neuen Försters ist immer donnerstags im Rathaus von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr.

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